09.04.2013 | Colliers

Schwungvoller Jahresauftakt auf dem Hotelinvestmentmarkt

Auch einige Hotels der Marke Best Western wechselten den Besitzer
Bild: Best Western

Auf dem deutsche Hotelinvestmentmarkt wurde Colliers zufolge in den ersten drei Monaten 2013 ein Transaktionsvolumen von etwa 596 Millionen Euro verbucht. Das ist eine Steigerung um knapp 400 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2012.

Das Ergebnis wurde maßgeblich vom Verkauf des sogenannten Queens-Moat-Portfolios beeinflusst, das ein Investorenkonsortium um die Fattal-Gruppe für rund 300 Millionen Euro erworben hat. Aufgrund des genannten, aus 20 Hotels der Marken Holiday Inn, Best Western und Queens Hotel bestehenden Portfolios machten Paketverkäufe mehr als die Hälfte des Transaktionsvolumens aus.

Die restlichen knapp 50 Prozent verteilten sich auf insgesamt 20 Einzelverkäufe. Zu den größten dieser Einzelverkäufe zählte der Verkauf des Hotels "Vier Jahreszeiten" in Hamburg an die Dohle-Gruppe und des Holiday Inn an der O2 World, welches Colliers Hotel vermittelte.

Acht Hotels wurden für unter fünf Millionen Euro verkauft und erreichten mit knapp 20 Millionen Euro einen Marktanteil von rund drei Prozent. Internationale Investoren legten etwa 461 Millionen Euro in deutsche Hotels an, wobei auch hier der Hauptanteil auf das Queens-Moat-Portfolio entfällt.

Fokussierung auf die Top-Standorte sowie 3- und 4-Sterne-Hotels

Das meiste Anlagekapital floss in Hotels des mittleren Sternesegments und dabei vor allem in Bestandsimmobilien. Bei zehn Ankäufen in diesem Marktsegment inklusive des genannten Portfolios legten nationale und internationale Investoren rund 391 Millionen Euro an. Drei Hotels aus dem 5-Sterne-Segment wechselten für etwa 140 Millionen Euro und sieben Hotels aus dem 1- und 2-Sterne-Segment für knapp 63 Millionen Euro den Eigentümer.

Corporates und Eigennutzer lagen nach dem ersten Quartal 2013 deutlich an der Spitze der Investoren. Insgesamt kauften sie für 321 Millionen Euro ein und erreichten einen Marktanteil von 54 Prozent. Weitere 41 Prozent gingen an eigenkapitalstarke Investoren, die sich den Branchen Private Investoren und Family Offices (Ankaufvolumen 97 Mio. €), Pensionskassen und Versorgungswerke (95 Mio. €) sowie offene Immobilienfonds und Spezialfonds (50 Mio. €) zuordnen lassen. Eher risikoreichere Anleger hielten sich im ersten Quartal noch zurück und traten noch nicht nennenswert als Käufer in Erscheinung.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Hotelimmobilie

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