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Schwierige Nachbarschaft schreckt Immobilienkäufer mehr ab als Leerstand

Bild: immowelt.de/Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

86 Prozent der deutschen Makler halten ein schwieriges soziales Umfeld für ein Knock-Out-Kriterium beim Wohnungskauf. Das zeigt eine Studie des Online-Portals immowelt.de und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Kaufinteressenten arrangieren sich demnach eher mit Leerstand (49 Prozent).

Als ähnlich unbeliebt wie ein schwieriges soziales Umfeld für die Kaufentscheidung wird nur starker Lärm und Gestank eingeschätzt. Nach Ansicht der Makler haben auch eine schlecht ausgebaute Infrastruktur (72 Prozent) und eine dicht bebaute Wohnumgebung (70 Prozent) negativen Einfluss auf die Kaufentscheidung von Interessenten.

Deutlich gelassener seien potentielle Käufer gegenüber Leerstand: Nur knapp jeder zweite Makler (49 Prozent) sagt, dass Kaufinteressenten leerstehende Wohnungen in der Nachbarschaft als problematisch empfinden. Demnach geben mehr Makler an, dass sich ein schwieriges soziales Wohnumfeld negativ auf die Vermarktung einer Immobilen auswirkt als das für Leerstand der Fall ist.

Unterschiede zwischen Klein- und Großstadt

Makler, die in Kleinstädten arbeiten, berichten häufiger als ihre Großstadtkollegen, dass ihre Kunden Bedenken gegenüber sozialen Gegensätzen im Wohnumfeld haben: 96 Prozent der Makler glauben, dass Interessenten sich bei ihrer Kaufentscheidung von den schwierigen Verhältnissen in der Nachbarschaft abschrecken lassen.

Ein Grund für die deutliche Abneigung ist, dass soziale Brennpunkte in Kleinstädten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern oft stärker hervorstechen. Von den Maklern, die in Großstädten tätig sind, glauben immerhin noch 84 Prozent, dass Kaufinteressenten gegenüber einer Wohnung oder einem Haus in einem schwierigen sozialen Umfeld Vorbehalte haben.

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