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Kommunale Wohnungsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern bedroht

Schwerin: Kommunale Wohnungsunternehmen in Meck-Pomm brauchen Hilfe
Bild: Horst Schröder ⁄

Die Situation der 36 kommunalen Wohnungsunternehmen in Mecklenburg- Vorpommern ist besorgniserregend. Zu diesem Ergebnis kommt ein Sonderbericht des Landesrechnungshofes zur Zukunft der kommunalen Wohnungsunternehmen, der von der Grünen-Fraktion im Landtag in Schwerin vorgestellt wurde. Betroffen sind insbesondere die ländlichen Regionen.

Der demografische Wandel, aber auch die teilweise noch aus DDR-Zeiten stammenden Altschulden würden den Bestand von Unternehmen bedrohen. Nach Ansicht der wohnungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Regine Lück, tragen auch Leerstand und moderate bis günstige Mieten dazu bei, dass die Unternehmen immer noch durch Altschulden und Kreditverbindlichkeiten aus den 90er Jahren belastet sind.

Das Land müsse gemeinsam mit Kommunen und Wohnungsgesellschaften nach Lösungen suchen. Bei einigen Unternehmen würde es schon ausreichen, wenn sie durch Umschuldungen vom aktuell günstigen Zinsniveau profitieren könnten, sagte Saalfeld. Zudem würde die Ausdünnung des Schienen- und Busverkehrs die Probleme der Wohnungsunternehmen vergrößern.

Zudem fehlten der Enquetekommission "Älter werden in MV" zufolge 30.000 barrierefreie und altersgerechte Wohnungen. Lück forderte das Land auf, seinen Beitrag zu leisten. Unterstützende Maßnahmen des Landes könnten Bürgschaften, eine verbesserte Landeswohnraumförderung, Strukturanpassungsfonds und ergänzende Landeshilfen zur Förderung des Stadtumbaus sein.

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