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Schweden ist liquidester Gewerbeimmobilienmarkt Europas

Auch für Investoren aus Übersee ist Schweden als Anlageziel attraktiv
Bild: Michael Loeper ⁄

Schweden war 2012 Europas liquidester Gewerbeimmobilienmarkt. Hier wechselten Gewerbeobjekte im Wert von 9,2 Prozent des insgesamt von Investoren gehaltenen gewerblichen Immobilienbestandes den Eigentümer. Deutschland kommt auf Platz fünf. Das ist Ergebnis einer Studie von DTZ.

Norwegen (7,6 Prozent) und Großbritannien (6,4 Prozent) stehen an zweiter beziehungsweise dritter Stelle der liquidesten europäischen Märkte. Polen (5,7 Prozent) und Deutschland (5,2 Prozent) folgen auf den Plätzen vier und fünf. Frankreich, das hinter Großbritannien über den zweitgrößten Investitionsbestand in Europa verfügt, belegt unter den liquidesten Märkten nur Platz zehn.

"Es mag überraschen Schweden an erster Stelle zu sehen, wenn man bedenkt, dass sein Investitionsbestand mit 106 Milliarden Euro nur der achtgrößte in Europa ist", so Nigel Almond, Head of Strategy Research bei DTZ, aber "viele sehen den Markt, genauso wie den Rest Skandinaviens, als relativ sicheren Hafen."

Central London bleibt beliebtestes Ziel für Investoren aus Übersee

Bei Investitionen von außereuropäischen Investoren (interregionale Investments), blieb Großbritannien der liquideste Markt. Käufer aus Übersee erwarben im Jahr 2012 2,4 Prozent von Großbritanniens Investitionsbestand. Zwei Drittel (knapp 10 Milliarden Euro) des Transaktionsvolumens nicht-europäischer Investoren haben sich dabei in Großbritannien auf die Londoner Innenstadt konzentriert. Dies entspricht 37 Prozent aller Investitionen in Europa durch außereuropäisches Kapital.

"Besonders die Londoner Innenstadt ist weltweit einer der Top-Märkte für ausländische Investoren", sagt Ben Cook, Head of UK Inward Investment der DTZ. In 2012 zeichneten Investoren aus Übersee für 71 Prozent aller Investments in der Londoner Innenstadt verantwortlich – knapp zehn Milliarden Pfund von den investierten 14 Milliarden Pfund.

Polen war bei den interregionalen Investments der zweitliquideste Markt (1,6 Prozent), gefolgt von der Ukraine (1,5 Prozent) und Schweden (1,2 Prozent). Deutschland rangiert mit 0,8 Prozent an siebter, Frankreich (0,6 Prozent) an achter Stelle. In absoluten Zahlen wurden in Deutschland nahezu vier Milliarden an Investitionen von nicht europäischen Investoren getätigt. Auf Frankreich entfielen drei Milliarden Euro, auf Schweden 1,3 Milliarden Euro und auf Polen 0,7 Milliarden Euro. Gemessen an den absoluten Zahlen war Deutschland 2012 hinter Großbritannien das zweitwichtigste Zielland von außereuropäischem Kapital.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Gewerbeimmobilien, Immobilieninvestition

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