07.01.2014 | Savills

Deals mit Wohnportfolios legen um 35 Prozent zu

Größter Deal 2013: GSW-Übernahme durch die Deutsche Wohnen
Bild: GSW Immobilien AG

Der Investmentmarkt für Wohnportfolios verzeichnete im vierten Quartal 2013 ein Transaktionsvolumen von 5,1 Milliarden Euro. Hierzu trug vor allem die 3,3 Milliarden Euro schwere Übernahme der GSW durch die Deutsche Wohnen bei. Der Umsatz im Gesamtjahr beläuft sich auf 13,83 Milliarden Euro, das sind 35 Prozent mehr als 2012.

Auch alle anderen Transaktionskennziffern zeigten entsprechend deutliche Anstiege: Die Zahl der gehandelten Portfolios stieg um 17 Prozent auf 193 (2012: 165), die Zahl der gehandelten Einheiten um 14 Prozent auf mehr als 221.000 (2012: ca. 193.000).

Die mit Abstand größte Käufergruppe waren dabei die Immobilien AGs / REITs mit einem Anteil von zirka 54 Prozent (ca. 6,9 Mrd. Euro). Mit großem Abstand auf Rang zwei folgen Versicherungen / Pensionskassen mit einem Anteil von knapp neun Prozent (1,2 Mrd. Euro). Im Hinblick auf die Käuferherkunft dominieren einheimische Investoren mit einem Anteil von knapp 75 Prozent am Transaktionsvolumen deutlich, gefolgt von Luxemburger Investoren (ca. 6 Prozent) und Käufern aus Österreich (5 Prozent).

Auf der Verkäuferseite dominierten die deutschen Investoren mit einem Anteil von 61 Prozent, wenn man den GSW-Deal herausrechnet, gefolgt von US-Amerikanern (13 Prozent) und Schweizern (11 Prozent). Hinsichtlich der Investorentypen waren Banken - ebenfalls um den GSW-Deal bereinigt - mit einem Anteil von 32 Prozent am aktivsten, gefolgt von Private-Equity-Fonds (17 Prozent) und Immobilien AGs / REITs (11 Prozent).

Markt für Wohnimmobilien hat zyklisches Hoch erreicht

Damit unterscheidet sich die Zusammensetzung von Käufern und Verkäufern grundlegend vom letzten Boom am Wohninvestmentmarkt, als im Wesentlichen ausländische, opportunistisch orientierte Investoren mit hohem Fremdkapitalhebel zu den Käufern zählten, denen die öffentliche Hand sowie einheimische Industrieunternehmen und Wohnungsbaugesellschaften auf der Verkäuferseite gegenüberstanden. In den vergangenen Jahren traten Opportunisten in erster Linie als Verkäufer auf, wenngleich ihr Interesse an deutschen Wohnimmobilien (wieder) hoch ist und weiter zunimmt.

Trotz weiterhin sehr hohem und bei einigen Investorengruppen weiter steigendem Interesse an deutschen Wohnimmobilien dürfte der Markt für Wohnungsportfolios im vergangenen Jahr sein zyklisches Hoch erreicht haben und das Transaktionsvolumen in diesem Jahr zurückgehen.

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