Die Anbieter offener Immobilienfonds beurteilen ihre Lage 2018 als gut oder sehr gut. Auch für 2019 ist keine Eintrübung der Stimmungslage in Sicht, wie die aktuelle Umfrage der Ratingagentur Scope unter 19 Fondsanbietern zeigt. Die positive Einschätzung gilt vor allem für Spezialfonds. Hier planen 80 Prozent der Befragten Neuauflagen. Die Renditeerwartungen sind auch für Publikumsfonds deutlich gestiegen.

Die Befragten halten Assets under Management in Höhe von insgesamt 187 Milliarden Euro. Knapp 60 Prozent der Anbieter rechnen laut Scope mit Zuflüssen von mehr als fünf Prozent des Bestandsvolumens. Rund 25 Prozent der Befragten erwartet moderate Zuflüsse. Nur 15 Prozent rechnen mit Stagnation. Mit Netto-Mittelabflüssen rechnet niemand.

Renditeerwartungen steigen signifikant

Knapp ein Drittel der Anbieter plant in den kommenden drei Jahren die Auflage von Publikumsfonds. Mit der Auflage offener Spezialfonds befassen sich Scope zufolge sogar 80 Prozent der Umfrageteilnehmer.

Für 2018 erwarten 50 Prozent der Umfrageteilnehmer eine durchschnittliche Rendite von bis zu 2,5 Prozent für Publikumsfonds. 31 Prozent rechnen mit bis zu drei Prozent Performance. Knapp 20 Prozent der Anbieter gehen von durchschnittlichen Renditen 2018 von bis zu 3,5 Prozent.

Im Vergleich zur Umfrage 2017 sind damit die Renditeerwartungen signifikant gestiegen. Vor einem Jahr gingen mehr als 90 Prozent der Fondsanbieter für Publikumsfonds von einem durchschnittlichen Renditeniveau von 1,5 bis 2,5 Prozent aus. Nur acht Prozent trauten dem Produkt für 2017 eine Performance von bis zu drei Prozent zu.

Mangel an Immobilien gilt als größtes Risiko

Verantwortlich für die höhere Performance-Erwartungen sind laut Scope die Prognosen zur Vermietungsquote und zur Wertänderungsrendite: Knapp 60 Prozent der Befragten erwarten weiter steigende Vermietungsquoten und 47 Prozent rechnen mit steigenden Wertänderungsrenditen. Nur fünf Prozent prognostizieren fallende Wertänderungsrenditen.

Scope hat die Fondsanbieter außerdem nach den größten Risiken für die Attraktivität offener Immobilienfonds befragt: Mehr als 80 Prozent gaben den Mangel an attraktiven Investitionsmöglichkeiten als Risiko an. In der Vorjahresumfrage betrachteten "nur" 60 Prozent der Umfrageteilnehmer den Mangel an Investitionsobjekten als eines der größten Risiken.

Auf Rang zwei der größten Risiken folgt in der aktuellen Umfrage ein möglicher Anstieg des Zinsniveaus (knapp 60 Prozent). Das war im Vorjahr ebenso. Zu hohe Liquiditätsquoten gaben 52,9 Prozent der Befragten als größtes Risiko an.

 

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