09.10.2012 | Expo Real

RICS stellt Studie zu Stärken und Schwächen der wichtigsten Städte Europas vor

Entscheidendes Kriterium für Investoren: Eine gute Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel
Bild: Haufe Online Redaktion

Effiziente, flexible Arbeitsumgebungen, Verkehrsnetze und Green Buildings gehören zu den Hauptfaktoren für die Investitionsattraktivität der wichtigsten Städte Europas. Das ist eine der Kernaussagen eines RICS-Reports, der heute auf der Expo Real vorgestellt wurde.

Laut RICS-Report "Corporate Real Estate: investment and EU Cities" vergeben Banken praktisch keine Kredite mehr für Immobilieninvestitionen außerhalb der Kernmärkte wie London und Paris und stellen häufig nur internationalen Großunternehmen Gelder zur Verfügung. Demzufolge agieren Investoren und Mieter bei möglichen Geschäftsabschlüssen passiv, da sie die Entwicklung der Eurokrise abwarten.

Allerdings hat die Krise auch einige positive Tendenzen zur Folge, da eine verminderte Kreditvergabe auch die Zahl spekulativer Projekte vermindert, was eine Rückkehr zu den immobilienwirtschaftlichen Grundlagen bedeutet.

Mieterentscheidungen stark durch die Stadtplanungen beeinflusst

Dem RICS-Report zufolge konzentrieren sich Mieter derzeit auf Konsolidierung, Kostensenkung, Steigerung der Produktivität und Förderung der Flexibilität, wobei die Nachfrage nach platzsparenden effizienten Arbeitsumgebungen und Green Buildings, die in ost- und südeuropäischen Märkten oft knapp sind, fortbesteht.

Die Mieterentscheidungen werden stark durch die Stadtplanungen und Strategien der Kommunen beeinflusst. Öffentliche Verkehrsmittel, Anschlussverbindungen in andere Städte und Lebensqualität werden als wichtige Faktoren für die Ankurbelung von Investitionen und die Bindung von Personal angegeben.

Auch die Notwendigkeit erhöhter Transparenz und Professionalität sowie einheitlicher Standards auf dem Markt war in jeder Stadt ein häufig genanntes Thema, vor allem bei den Kriterien für "Green Buildings" und Bewertungskennziffern.

Schlagworte zum Thema:  Studie, Immobiliendienstleister, Expo Real

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