18.06.2013 | Verband

RICS spricht sich gegen Mietdeckelung aus

RICS: Investitionsbereitschaft hinsichtlich Gebäudeverbesserungen könnte schwinden
Bild: Michael Bamberger

Der Berufsverband RICS spricht sich gegen die Mietdeckelung aus. In einem Positionspapier der Professional Group (PG) Residential Property der RICS wurden die kurz- und mittelfristigen Folgen der Deckelung von Neuvertragsmieten untersucht: Danach überwiegen Negativeffekte deutlich.

Die Maßnahme der Deckelung würde laut RICS langfristig nachteilige Folgen auf den gesamten Wohnungsmarkt in Deutschland haben, da negative Erfahrungen in A-Standorten durch potenzielle Träger des Wohnungsbaus auch auf B- und C-Standorte übertragen würden.

Für den Wohnungsneubau neuerdings zur Verfügung stehendes Kapital würde sich aus dem Markt für vermieteten Wohnraum zurückziehen. Der von der Wohnungswirtschaft geforderte Beitrag zur Energiewende wäre aus Kapitalmangel konkret gefährdet.

In Einzellagen der Städte bestünde zudem die Gefahr einer erheblichen Verschlechterung der vorhandenen Gebäudesubstanz. Mit Einführung der Maßnahme wäre davon auszugehen, dass auch die momentan hohe Investitionsbereitschaft hinsichtlich Gebäudeverbesserungen zurückgehen würde. Dies hätte insgesamt negative Auswirkungen auf die lokale Bauwirtschaft, welche maßgeblich von Sanierungs- und Instandsetzungsaufträgen abhängt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienverband, Mietpreisbremse

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