02.02.2015 | RICS

Immobilieninvestoren setzen auf Portugal und Spanien

Der spanische Immobilienmarkt ist wieder im Aufwind
Bild: Haufe Online Redaktion

Gewerbeimmobilien in Spanien, Portugal, Deutschland und Großbritannien erzielten 2014 solide Kapitalwerte. Das ist ein Ergebnis der Studie des Berufsverbands Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) für das vierte Quartal 2014. Der deutlichste Zuwachs der Investorennachfrage weltweit fand in Portugal und Spanien statt. Der dynamischste Markt sind die USA.

Im vierten Quartal 2014 ist in Deutschland die Mieternachfrage in allen Marktbereichen gestiegen, wobei der Zuwachs im Einzelhandel am deutlichsten ausfiel. Es wird erwartet, dass die Mieten in den kommenden drei Monaten überall steigen. Investitionsanfragen haben in allen Bereichen spürbar zugenommen, allen voran bei Büros und im Einzelhandel.

Der gleiche Entwicklungstrend findet sich auch bei ausländischen Investoren. Das Angebot an zum Verkauf stehenden Immobilien nahm in allen Asset-Klassen merklich ab. Die Kapitalwerte werden voraussichtlich in allen Branchen ein robustes Wachstum verzeichnen.

In Frankreich und Italien schneiden die Mietmärkte hingegen weiterhin schwach ab, hier verbindet sich die mangelnde Mieternachfrage mit einem wachsenden Angebot. Die RICS-Umfrage zeigt die Erwartung, dass die Mietpreise zunächst weiter fallen werden. Allerdings sind auf den Investmentmärkten erste Anzeichen einer Besserung in Sicht. In Frankreich steigen die Investitionsanfragen deutlich, in Italien moderat.

In Polen ist die Wirtschaft bisher von der russisch-ukrainischen Krise nicht tangiert worden, was sich aber nicht vollständig auf die Stimmung am Immobilienmarkt auswirkt. Der RICS-Monitor zeigt, dass sich die Mieterstimmung im vierten Quartal so gut wie nicht verändert hat und weiterhin negativ ist. Bei den Investoren hat sich die Stimmung allerdings ins Positive umgekehrt, wenn auch nicht stark.

In China zeigen die Ergebnisse bei Mietern und Investoren wiederum auf einen flachen Markt hin, auf dem das Angebotswachstum die Nachfrage bei beiden Gruppen übersteigt. Dieser Trend entspricht in etwa der Abkühlung des chinesischen Wirtschaftswachstums in den vorangegangenen Quartalen.

In Brasilien deuten die Indikatoren noch immer auf eine sich verschlechternde Marktlage hin, in der Mieter- und Investorennachfrage weiter zurückgehen. Dementsprechend wird erwartet, dass Kapitalwerte und Mieten im kommenden Jahr in sämtlichen Bereichen fallen werden, wenn auch die Aussichten nicht ganz so schlecht sind wie bei früheren Umfragen.

Die zahlreichen wirtschaftlichen Probleme Russlands wirken sich auf das dortige Marktvertrauen aus. 54 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass die Abwertung des Rubels eine Bedrohung für das Geschäft sei. 31 Prozent meinten, dass es für eine Einschätzung noch zu früh sei.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister

Aktuell

Meistgelesen