05.05.2015 | RICS

Gute Kreditbedingungen beleben Markt für Gewerbeimmobilien

Kreditbedingungen sorgen für gute Stimmung
Bild: Tony Hegewald ⁄

Der weltweite Markt für Gewerbeimmobilien wird von Investoren und Mietern im ersten Quartal 2015 weitgehend positiv bewertet. Das zeigt eine Umfrage des Verbands RICS The Royal Institution of Chartered Surveyors unter den Mitgliedern. Grund für die gute Stimmung sind vor allem erleichterte Kreditbedingungen. Auch in Deutschland bleiben die Befragten zuversichtlich.

In den beiden großen Schwellenländern Russland und Brasilien bleibt die Stimmung bei Mietern und Investoren allerdings auch künftig gedämpft. Hier wird erwartet, dass Mieten und Kapitalwerte in den kommenden zwölf Monaten sinken. Die Befragten dieser beiden Länder berichteten zudem von schwierigeren Kreditbedingungen (dies trifft nur auf vier der 28 untersuchten Länder zu).

In den meisten anderen Ländern sind die Aussichten positiver, was insbesondere für Neuseeland gilt. Wirtschaftswachstum und erleichterte Kreditbedingungen lassen die Umfrageteilnehmer optimistisch auf die Zukunft des dortigen Gewerbeimmobilienmarkts blicken.

Die europäische „Erholungszone“, bestehend aus Irland, Spanien und Portugal, wird wohl überdurchschnittliche Renditen abwerfen. Die Befragten sagen aus, dass die beiden letztgenannten Länder sehr attraktive Werte bieten. In Großbritannien und den USA wird das solide Wirtschaftswachstum den Immobilienmarkt tragen.

Auch in Deutschland und Japan ist man weiterhin zuversichtlich. Die Daten für Mieter und Anleger haben sich in Indien, Südafrika und den Vereinigten Arabischen Emiraten in diesem Quartal kaum verändert. In allen drei Ländern blickt man optimistisch auf die kommenden zwölf Monate.

Schweiz: Zwei Drittel der Befragten halten Immobilien für sehr teuer

Eine interessante Entwicklung ist, dass in den meisten Ländern ein großer Teil der Befragten Gewerbeimmobilien in ihrer Region für teuer beziehungsweise sehr teuer hält. Angesichts der Erholung der Branche in vielen Teilen der Welt dürfte dies aber kaum überraschend sein.

In der Schweiz halten mehr als zwei Drittel der Befragten Immobilien für sehr teuer. Auch in anderen Ländern hielt eine Reihe von Umfrageteilnehmern ihren Heimatmarkt für teuer oder sehr teuer: In Brasilien 64 Prozent der Befragten, in Deutschland 59 Prozent, in Hong Kong 57 Prozent, in Japan 53 Prozent und in den USA 52 Prozent der Befragten.

Demgegenüber waren mehr als die Hälfte der Teilnehmer aus Rumänien und Portugal und eine große Mehrheit in Ungarn, Bulgarien und Spanien der Ansicht, dass diese Märkte günstig oder sehr günstig seien. Interessanterweise sind mittlerweile auch mehr Teilnehmer aus Russland dieser Meinung.

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