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Aussichten für europäischen Gewerbeimmobilienmarkt bleiben trüb

Stimmung bleibt eher düster
Bild: Haufe Online Redaktion

Die europäische Staatsschuldenkrise fordert weiterhin ihren Tribut vom Gewerbeimmobiliensektor. Laut dem aktuellen RICS Global Commercial Property Survey hat sich das Bild im dritten Quartal allerdings geringfügig verbessert.

Dem RICS Global Commercial Property Survey zufolge zeigt sich, dass die Immobilienstimmung – insbesondere auf den Mietmärkten – angesichts des starken und anhaltenden Gegenwinds, dem die Weltwirtschaft ausgesetzt ist, im dritten Quartal weltweit nach wie vor anfällig ist. Die Wirtschaftstätigkeit in Europa schrumpft und das Wachstum in den USA bleibt bescheiden. Ferner gibt es eindeutige Anzeichen dafür, dass in einigen europäischen Schwellenländern die Zuversicht schwindet.

Die meisten Märkte vermelden nach wie vor eine rückläufige Aktivität und negative Erwartungen. Allerdings verzeichnen laut RICS mehr Länder als im vorangegangenen Quartal des Jahres positive Ergebnisse. Für die Aufhellung der Stimmung spiele wahrscheinlich die Einführung des Programms Outright Monetary Transaction (OMT) der Europäischen Zentralbank eine Rolle.

Nach mehreren Quartalen mit positiven Ergebnissen melden Polen und Tschechien bei den meisten Kennziffern jetzt schwächere Werte. Dennoch zeigt die RICS-Untersuchung, dass im Vergleich zum vorherigen Quartal die Zahl der Länder mit einem gemeldeten Anstieg der Nutzernachfrage eindeutig, nämlich von drei auf sieben, gestiegen ist. Dazu gehören Russland, Belgien, Rumänien, Ungarn, Deutschland, Österreich und Irland. Auch die Entwicklungen auf dem europäischen Investmentmarkt sehen in diesem Quartal mit acht Ländern, die Zuwächse bei der Investmentnachfrage melden, besser als im vorherigen Quartal (sechs Länder) aus. Erneut gehörten Deutschland und Russland zu den besten Performern – doch nun kommen auch Irland, Österreich, Polen und die skandinavischen Märkte dazu.

Eine Verschlechterung ist auf dem französischen Markt zu verzeichnen, wo die Mieternachfrage und die Investitionstätigkeit nun schneller zurückgehen als in Griechenland und Spanien. Unterdessen weist der irische Gewerbeimmobilienmarkt nach einer langen Schrumpfungsphase Anzeichen für eine Stabilisierung auf, obwohl die Erwartungen nach wie vor negativ sind.

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