09.05.2012 | Shopping Center

Revitalisierung hat Top-Priorität bei Investoren

Beim Center-Design setzen 60 Prozent auf eine große Bandbreite
Bild: Haufe Online Redaktion

Das perfekte Shopping Center aus Sicht internationaler Investoren ist frisch revitalisiert und wird durch erfahrene Property Manager betreut. Das ist ein Ergebnis einer neuen Trend-Studie von REurope und Rueckerconsult.

Das Property Management inklusive der Vermietung genießt dabei bei Investoren einen deutlich höheren Stellenwert als das Facility Management. Zudem ist der Standort eines Einkaufszentrums laut der Umfrage wichtiger für dessen Erfolg als beispielsweise die Größe oder das Center Design.

Die Revitalisierung bestehender Center steht für Investoren und andere Entscheider aus der Einzelhandelsimmobilienbranche in den kommenden drei Jahren ganz oben auf der Liste der wichtigsten Vorhaben. Für über die Hälfte der Befragten (54 %) hat dieses Thema oberste Priorität.

Ebenfalls als wichtig werden das „Finden von Kapitalpartnern zur Entwicklung neuer und bestehender Center“ sowie die „Centerentwicklung an A-Standorten“ eingestuft. Der Entwicklung von Einkaufszentren in Kleinstädten wird nur wenig Bedeutung beigemessen. Knapp jeder Zweite (47 %) hält dieses Vorhaben für gänzlich unwichtig. 47 Prozent der Befragungsteilnehmer sehen auch die Entwicklung in B-Städten als gänzlich unwichtig beziehungsweise unwichtig an.

Standort: Für 70 Prozent das wichtigste Kriterium

Der Standort wird von 70 Prozent der Befragten als das wichtigste Erfolgskriterium für Shopping Center benannt, wobei innerstädtische Standorte klar bevorzugt werden. Rund 81 Prozent der Umfrageteilnehmer halten die Innenstadt für den idealen Standort.

Auf Platz Zwei und Drei der Erfolgskriterien folgen die Kaufkraft im Umfeld und die Größe des Einkaufszentrums. Der Großteil der Befragten (knapp 40 %) hält große Center ab 50.000 Quadratmeter Verkaufsfläche für die beste Wahl. Center Design, der Anteil von Flächen für Gastronomie und Unterhaltung sowie die Integration des Centers in bestehende Einzelhandelsstrukturen vor Ort werden als weniger wichtig für den Erfolg eines Centers eingeschätzt.

Beim Center Design sprechen sich die meisten (knapp 60 %) für eine große Bandbreite von verschiedenen Einzelhändlern aus – im Unterschied zu einem Ankermieter oder keinem beziehungsweise zu einer Konzentration auf ein bis drei Einzelhandelssektoren im Center. Beim Anteil der Gastronomie- und Freizeitflächen favorisieren die meisten Befragten (41 %) einen hohen Anteil von mehr als 15 Prozent.

Facility Management wird bevorzugt extern vergeben

Dem Property Management inklusive der Vermietung wird unter allen Managementleistungen die höchste Bedeutung zugesprochen. Mit einem Durchschnittswert von 4,2 (Maximalwert 6) liegt Property Management damit noch vor dem laufenden Centermanagement (3,9) und deutlich vor Facility Management (2,7).

Bei der Beurteilung, ob diverse Managementleistungen intern oder von externen Experten erbracht werden sollen, zeigt sich ein gemischtes Bild. Während die Mehrheit dafür stimmt, das Facility Management sowie die konzeptionelle Arbeit zur Entwicklung und Revitalisierung von Einkaufszentren von externen Spezialisten erbringen zu lassen, sollen aus Sicht des Großteils der Umfrageteilnehmer das Property, Asset und das laufende Centermanagement intern geleistet werden.

Schlagworte zum Thema:  Shopping-Center, Investor

Aktuell

Meistgelesen