26.11.2012 | Invesco Real Estate

Überdurchschnittliche Renditen in den USA und Australien

Sydney gehört zu den attraktiven Anlagezielen, was Renditen betrifft
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Transaktionsvolumina gehen zurück, dennoch können Anleger vor allem in US-amerikanischen und australischen Städten weiter attraktive laufende Renditen erwirtschaften. Das ist ein Ergebnis der jüngsten halbjährlichen Marktanalyse von Invesco Real Estate (IRE).

Wie entscheidend die taktische Auswahl der richtigen Städte und Objekte für die laufende Rendite an den globalen Immobilienmärkten ist, analysierten die Invesco-Investmentexperten in ihrer "Real Estate House View" für das zweite Halbjahr 2012. In den nächsten zwölf Monaten dürften demzufolge US-amerikanische und australische Immobilien am besten abschneiden.

So hätten sich trotz regionaler Unterschiede zuletzt viele städtische Immobilienmärkte in den USA positiv entwickelt und dürften auch in den Jahren 2013 bis 2015 eine attraktive laufende Rendite erzielen, heißt es in dem Bericht. Eine im jeweiligen regionalen Vergleich weiterhin überdurchschnittliche Performance erwarten die Investmentexperten von IRE auch in den wachsenden Städten der Asien-Pazifik-Region sowie in den europäischen Wirtschaftszentren. Dementsprechend dürfte auch ein Großteil der Transaktionsvolumina auf diese Märkte entfallen.

Verschiebungen in der Branchenperformance

Der IRE-Analyse zufolge werden Büroimmobilien in vielen asiatischen und US-amerikanischen Städten höhere Gesamtrenditen abwerfen als andere Sektoren. Auch in Europa werden die auf kurze Sicht attraktivsten Erträge an den Büromärkten der Gateway-Städte erwartet, wo das Angebot knapp ist und die erwartete schnellere Erholung der Mietnachfrage mehr Potenzial für Mietwachstum bietet.

Die positivsten Aussichten an den weltweiten Einzelhandelsmärkten sehen die IRE-Experten bei führenden Fachmarkt- und Einkaufszentren sowie High-Street-Lagen mit Luxusmarken, die für ein höheres Mietniveau sorgen. Bei Immobilien in Randlagen rechnen sie hingegen mit einer schwächeren Entwicklung. In Europa zum Beispiel werde die durch den E-Commerce-Boom befeuerte Nachfrage nach Logistikflächen mittelfristig auch auf Kosten der Nachfrage nach Einzelhandelsflächen gehen.

Schwieriges Finanzierungsumfeld drückt Transaktionsvolumina

Der IRE-Analyse zufolge ist der Zugang zu Fremdkapital in vielen Märkten weiterhin eingeschränkt. Das gilt insbesondere für Europa, wo sich das Finanzierungsumfeld im Jahresverlauf 2012 weiter verschlechtert hat. Auf globaler Ebene sind fremdfinanzierte Anlagen in Core-Immobilien durch bonitätsstarke Kreditnehmer weiter möglich. Sehr viel schwieriger ist dagegen die Finanzierung von Objekten mit Standort-, Qualitäts- oder Mietrisiken.

Im Berichtszeitraum sind die Transaktionsvolumina gesunken. Am europäischen Markt wurde ein um 28 Prozent geringeres Transaktionsvolumen verzeichnet. Ausnahmen waren London und Paris, die weiter zu den aktivsten Märkten weltweit gehörten. An den amerikanischen Märkten gingen die Transaktionen um 21 Prozent zurück. Nachdem die Transaktionsvolumina im asiatisch-pazifischen Raum in den vergangen fünf Jahren deutlich über den anderer Regionen gelegen hatten, ist auch hier eine Abschwächung zu beobachten.

Schlagworte zum Thema:  Investition, Rendite, Immobiliendienstleister

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