19.03.2015 | Savills

Renditen in den Niederlanden ziehen deutsche Investoren an

Die Renditen am niederländischen Immobilienmarkt liegen über dem Niveau von 2007
Bild: Copyright 2012 Rainer Sturm ⁄

In den niederländischen Markt für Gewerbeimmobilien wurden 2014 rund 6,7 Milliarden Euro investiert. Dabei kamen zwei Drittel der Käufer aus dem Ausland. Aus Deutschland kamen 1,3 Milliarden Euro, aus den USA 1,8 Millarden Euro und aus Großbritannien 800 Millionen Euro.

Dass die Renditen am niederländischen Immobilienmarkt anders als in vielen anderen europäischen Märkten nach wie vor über dem Niveau von 2007 liegen, macht die Kaufpreissituation für Cross-Border-Investoren attraktiv.

Etwa zwei Drittel des Gesamttransaktionsvolumens von 9,5 Milliarden Euro (inklusive Wohnungssegment) entfielen auf Cross-Border-Investoren. Es überrascht nicht, dass die deutschen Fonds in den Core-Märkten aktiv waren während sich die Investoren aus den USA und UK auf Portfolios vorzugsweise in Losgrößen ab 200 Millionen Euro konzentrierten und hauptsächlich Core-Plus- und Value-Add-Assets erwarben.

In Bezug auf die Vermietungsleistung zeigen die drei größten Gewerbeimmobilienmärkte erhebliche Unterschiede. Der Logistikmarkt gilt als Sektor, in dem als Folge des Wachstums des e-Commerce mit einem signifikanten Anstieg der Nachfrage zu rechnen ist. Nachdem im vergangenen Jahr bereits ein Plus von 9,8 Prozent verzeichnet wurde, wird für 2015 ein noch deutlicheres Wachstum erwartet, sofern ausreichend Neubauprojekte zur Verfügung stehen.

Die Retailer selbst werden möglicherweise zu opportunistisch geprägten Umzügen in 1a-Lagen und in einigen Fällen zu Standortkonsolidierungen tendieren. Der Büromarkt wird sich trotz eines leichten Anstiegs des Flächenumsatzes 2014 in diesem Jahr durch Konsolidierung kennzeichnen, was trotz eines möglichen Anstiegs der Anzahl an Transaktionen nicht zwangsläufig zu einem höheren Transaktionsvolumen führt.

Für 2015 erwartet Savills einen Anstieg der Investorennachfrage, die nach dem kürzlichen Objektankauf durch die First Sponsor Group Limited aus Singapur auch zunehmend aus dem asiatischen Raum kommen dürfte. Unter Berücksichtigung potenzieller Transaktionen, die aus dem Quantitative Easing-Programm der EZB resultieren, prognostiziert Savills einen Rückgang der Renditen um 20 bis 40 Basispunkte.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Rendite

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