| Jones Lang LaSalle

Juristische Dienstleister zurückhaltend mit Immobilientransaktionen

Rechtsanwaltskanzleien haben hohe Lage- und Qualitätsansprüche
Bild: Michael Bamberger

Rechtsanwaltskanzleien agieren laut Jones Lang LaSalle verhalten mit Immobiliengeschäften im laufenden Jahr: Wurden in 2011 und 2012 je 150.000 Quadratmeter in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart umgesetzt, sind es bisher erst 45.000 Quadratmeter.

"Das ist ein Spiegelbild der Erwartungen, die Kanzleien an ihre eigene und an die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Mandanten haben", so Helge Scheunemann, Leiter Research bei Jones Lang LaSalle Deutschland. Auch wenn damit zu rechnen sei, dass die immobilen Aktivitäten der Kanzleien auf den Büromärkten der Big 7 in der zweiten Jahreshälfte etwas stärker ausfallen werden, wird das Gesamtjahr
dennoch deutlich unter dem Ergebnis der beiden vergangenen Jahre zurückbleiben.

Aktuell besteht bei den großen Anwaltskanzleien noch ein Bedarf von zirka 175.000 Quadratmetern an Büroflächen, vertraglich zu verhandeln oder neu zu beziehen. "Wie viel davon tatsächlich noch in Umsatz transformiert werden kann, ist jedoch ungewiss", so Scheunemann.

In punkto ihrer immobilen Vorlieben zeichnen sich Rechtsanwaltskanzleien durch hohe Lage- und Qualitätsansprüche aus. Die spiegeln sich auch in den Mietpreisen wider, die in der Branche für Büroflächen gezahlt werden. "Kanzleien haben vereinzelt sogar Mieten gezahlt jenseits der veröffentlichten Spitzenmieten in der jeweiligen Stadt", so Scheunemann.

So wurden von den zehn teuersten Vermietungen im ersten Halbjahr 2013 in den Big 7 drei von Anwaltskanzleien getätigt.

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