29.05.2012 | Analyse

Quartiersentwicklungen bieten Wertsteigerungspotenzial

Düsseldorf schneidet am besten ab
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Entwicklungen von Quartieren wirken sich nachhaltig positiv auf Kaufpreisentwicklung und Nachfrage aus. Während der Entwicklungsphase sind Preissteigerungen bis zu zwölf Prozent pro Jahr möglich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von BulwienGesa im Auftrag der Frankonia Eurobau.

Das unabhängige Institut hat anhand von 46 Premium-Bauvorhaben die Märkte in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln und München untersucht. Die Analyse zeigt, dass Köln im Premiumsegment mit durchschnittlichen Quadratmeterpreisen unter 6.000 Euro am preiswertesten und München mit etwa 9.400 Euro im Durchschnitt am teuersten ist. Darüber hinaus ist erkennbar, dass die Qualität des Standorts ausschlaggebend für die Preisentwicklung ist.

Standortqualität ausschlaggebend

Die Studie zeigt, dass mit Zunahme der Standortqualität eine Erhöhung des Quadratmeterpreises erkennbar ist. Die Qualität des Standorts wurde dabei auf einer Skala von 1 (stark überdurchschnittlich) bis 5 (stark unterdurchschnittlich) bewertet. Düsseldorf erreicht mit einem Wert von 2,2 für die Standortqualität den ersten Rang. Platz 2 teilen sich Berlin und München mit einem Durchschnittswert von 2,3. In der Preisentwicklung liegt München an erster Stelle, gefolgt von Hamburg mit rund 8.600 Euro pro Quadratmeter und Berlin mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 6.800 Euro.

Serviceangebote und Imagekonzepte mit wenig Einfluss auf die Preisentwicklung

Weiterhin wurde die Produktqualität der einzelnen Projekte analysiert. Diese setzt sich dabei aus verschiedenen Faktoren zusammen. Zum einen wurden Serviceangebote für die Nutzer wie das Vorhandensein eines Concierge-Service oder eines Wellness- und Spa-Bereichs gezählt. Zum anderen wurde das Image und Marketingkonzept des Projekts, beispielsweise die Einbindung einer bekannten Persönlichkeit bei der Vermarktung oder die Ausbildung eines nachhaltigen Images durch Besonderheiten in der Architektur berücksichtigt.

Berlin und Düsseldorf teilen sich mit einem Durchschnittswert von 3,5 für die Produktqualität den ersten Rang. Danach folgt Hamburg mit einem Wert von 3,6. Es zeigt sich, dass zusätzliche Serviceangebote für die Nutzer sowie die Ausbildung eines Images für das Projekt bisher wenig Einfluss auf die Preisentwicklung haben. Künftig könnten diese Faktoren jedoch stärker ins Gewicht fallen.

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