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Trend geht zu Investments in europäischen B-Lagen

Paris kam nicht unter die Top 10
Bild: MonaLisa007 ⁄

Europäische Top-Immobilien in Städten wie London, Paris oder München sind nach Einschätzung von rund 60 Prozent der mehr als 500 befragten Experten einer Studie der Beratungsgesellschaft PwC und dem Urban Land Institute (ULI) mittlerweile überbewertet. Zudem sind attraktive Investitionsobjekte immer schwerer zu finden. Das führt dazu, dass sich Investoren nun verstärkt auf 1B-Lagen fokussieren.

"Darüber hinaus werden eigene Projektentwicklungen verstärkt als Alternative gesehen, um an Top-Immobilien heranzukommen", sagt Jochen Brücken, verantwortlicher Partner für den Bereich Real Estate bei PwC Deutschland.

Ungeachtet dieser Marktherausforderungen sind die Immobilienexperten ausgesprochen optimistisch. Auf einer Skala von 5 ("hervorragend") bis 1 ("sehr schlecht") bewerten die Befragten die Ertragsperspektiven neuer Investments mit durchschnittlich 3,58 Punkten. Dies ist nicht nur eine massive Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr (rund 2,9 Punkte), sondern auch der höchste Stand seit der erstmaligen Erhebung im Jahr 2006.

Dabei dürfte auch die voraussichtlich bessere Fremdkapitalversorgung und damit leichtere Finanzierbarkeit der Investments eine Rolle spielen: Knapp drei Viertel der Experten sind der Ansicht, dass in den kommenden zwölf Monaten mehr Mittel von Fonds, Versicherungen und anderen Investoren in den Immobilienmarkt fließen. Rund 50 Prozent rechnen mit einer Ausweitung der Kreditfinanzierung durch die klassischen Immobilienfinanzierer, die Geschäfts- und Hypothekenbanken.

Rückkehrer und überraschende Neueinsteiger in den Top-10

München gilt in Europa als der Top-Standort für langfristig orientierte, eigenkapitalstarke Investments in Bestandsimmobilien. Auf dem zweiten Rang folgt Dublin, das im Vorjahr noch auf Rang 20 lag. Wie in 2013 stehen Hamburg (Rang 3) und Berlin (Rang 4) bezogen auf Bestandsimmobilien sehr hoch im Kurs bei Investoren in Europa, zudem schafft Frankfurt wieder den Sprung in die Top-10.

Insgesamt beurteilt mehr als die Hälfte der Marktteilnehmer die Geschäftsaussichten in Deutschland für 2014 besser als im Vergleich zum Vorjahr. Im Ranking für neue Investments führt dagegen Dublin, gefolgt von Hamburg, Berlin und Istanbul.

Mieten und Immobilienpreise werden nach Einschätzung der Experten nicht nur in München, sondern auch in Berlin und Hamburg weiterhin deutlich zulegen. Im Vergleich der 27 europäischen Standorte prognostizieren die Branchenbeobachter nur für Dublin einen stärkeren Anstieg.

Studentenwohnheim statt Shopping-Mall

Als besonders attraktiv gelten kleinere Marktsegmente, wie beispielsweise Studentenwohnheime, denen vier von fünf Befragte eine gute bis sehr gute Wertentwicklung zutrauen. Auch Rechenzentren, Gesundheitseinrichtungen und Wohnimmobilien mit Betreuungs- oder Dienstleistungsangeboten stehen weit oben auf der Liste.

Etwas abgefallen in der Gunst der Investoren sind Einzelhandelsobjekte in Top-Lagen der Innenstädte, bei denen nur 50 Prozent der Befragten die Investmentperspektiven als gut oder sehr gut bezeichnen. Einkaufszentren halten 35 Prozent für attraktiv. In Gewerbegebiete/Businessparks würden nur 20 Prozent bevorzugt investieren.

Die Top 10-Rangliste (in Klammern der Rang des Vorjahres)

  • München (1)
  • Dublin (20)
  • Hamburg (5)
  • Berlin (2)
  • London (3)
  • Zürich (7)
  • Istanbul (4)
  • Kopenhagen (12)
  • 9 Stockholm (8)
  • 10 Frankfurt (11)

Schlagworte zum Thema:  Immobilieninvestition, Immobiliendienstleister

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