PwC: Preise für Büroimmobilien in B-Städten sinken

Die Preise für deutsche Büroimmobilien sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Jetzt beobachtete die Beratungsgesellschaft PwC in einigen B-Städten eine Trendwende: Etwa in Mainz, Wiesbaden, Bremen, der Region Rhein-Neckar und Magdeburg gingen die Preise in der zweiten Jahreshälfte 2016 leicht zurück. Großes Potenzial haben demnach Logistikimmobilien. Auch das Thema „Urbane Logistik“ hat sich etabliert.

Vor rund einem Jahr hatte PwC prognostiziert, dass der Run auf Büroobjekte in mittelgroßen Städten auch in der näheren Zukunft anhalten würde. Das war vor der Trendwende.

Anders sieht es an den sieben Top-Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart aus: Hier legten die Preise weiter zu.

Bei Einzelhandelsimmobilien an deutschen Haupteinkaufsstraßen ist laut PwC in den Top-Städten eine Seitwärtsbewegung zu beobachten. Die Renditen blieben weitgehend unverändert. In mittelgroßen Städten, wie etwa Dresden, Leipzig, Hannover und Karlsruhe, zogen die Preise an. Investoren weichen PwC zufolge stärker auf Core Assets in den Regionalmetropolen aus.

Thema „urbane Logistik“ besonders beliebt bei Investoren

Die Attraktivität von Logistikimmobilien nimmt zu, wie der fünfte "Real Estate Investor Survey" von PwC zeigt. Aufgrund des wachsenden Online-Handels und kürzeren Lieferzeiten wird dieser Trend laut PwC weiter zunehmen.

Das Thema „Urbane Logistik“ hat sich der Befragung zufolge bei Investoren innerhalb kürzester Zeit etabliert. PwC rechnet damit, dass sich diese Entwicklung fortsetzt: Da die Anzahl von Greenfield-Projekten im Umfeld von Ballungszentren immer knapper werde, könne man davon ausgehen, dass die Preise weiter steigen.

Immobilienverbände sehen den Bereich „urbane Logistik“ in der Novelle des Baugesetzbuches noch benachteiligt. Hier bestünde Verbesserungsbedarf.

Schlagworte zum Thema:  Büroimmobilie, Investment, Studie