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Berliner Hotels verzeichnen Besucherrekorde

Berliner City-Hotels waren 2014 gut besucht
Bild: berlin.de

Die Zahl der Touristen stieg 2014 in Europa im Vergleich zu 2013 um 20 Millionen auf knapp 600 Millionen, wie eine Studie des Wirtschaftsberaters PwC zeigt. Demzufolge kletterten in Berlin die Zimmererlöse im Schnitt um 4,1 Prozent auf 66,35 Euro. Die Auslastung erreichte einen Rekordstand von 74,3 Prozent. In Frankfurt am Main stieg die Auslastung leicht auf 68,5 Prozent.

Einer Analyse von Bulwiengesa zufolge sind in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland rund 52.900 neue Hotelzimmer in 347 Betrieben neu entstanden. Mehr als jedes vierte Zimmer ist in Berlin.

In den 20 untersuchten europäischen Standorten lagen die durchschnittlichen Erlöse je verfügbarem Zimmer Ende 2014 bei 73 Euro und damit fast sechs Prozent über dem Vorjahreswert. Der durchschnittliche Zimmerpreis kletterte um 3,6 Prozent auf 106 Euro.

Die Hotelmärkte in den beiden untersuchten deutschen Großstädten Berlin und Frankfurt entwickelten sich unterschiedlich. 2015 und 2016 dürfte sich das Wachstum in den beiden untersuchten deutschen Großstädten fortsetzen, wenngleich etwas weniger dynamisch, so die Prognose der Studie.

"Mit mehr als 28 Millionen Übernachtungen haben wir in Berlin 2014 wiederum einen Besucherrekord verzeichnet", sagt Thomas Kieper, PwC-Partner Berlin. Hier kamen laut des touristischen Datenanbieters STR Global 2014 insgesamt 1.700 neue Hotelzimmer auf den Markt, weitere 2.800 befinden sich derzeit im Bau oder in der Planung.

Frankfurt weiter auf hohem Niveau

In Frankfurt wuchs der Markt nur geringfügig, dabei aber auf hohem Niveau. Die Auslastung stieg leicht auf 68,5 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit zehn Jahren. Anders als Berlin wird Frankfurt vor allem von Geschäftsreisenden besucht, die die Hotelzimmer hauptsächlich an den Wochentagen belegen.

In den Jahren 2015 und 2016 dürfte der Frankfurter Markt aber wieder leicht zulegen, auch dank anziehungskräftiger Events wie der diesjährigen Internationalen Automobil Ausstellung (IAA). Die zusätzlich geplante Kapazität von 1.000 Zimmern dürfte daher auf genügend Nachfrage stoßen.

Dublin, Madrid und London mit großem Wachstum

Im europäischen Vergleich wird 2015 wohl Dublin die Stadt mit dem größten Wachstum sein. Mit Blick auf die durchschnittlichen Erlöse je verfügbarem Zimmer wird für Dublin ein Wachstum von 8,8 Prozent prognostiziert, gefolgt von Madrid mit 5,6 Prozent und London mit 4,6 Prozent, so das Ergebnis der Hotelstudie.

Am teuersten wohnten Hotelgäste im vergangenen Jahr in Paris mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 252 Euro, gefolgt von Genf mit 236 Euro und Zürich mit 196 Euro.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Hotelimmobilie

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