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PropTech-Markt: Kontinentaleuropa steckt noch in den Kinderschuhen

London: In Europa der führende Markt für PropTech
Bild: Marius Pothmann ⁄

Die europäische Immobilienbranche sieht sich einer neuen Unternehmensgattung gegenüber: den PropTechs (Property Technology). Doch Kontinentaleuropa steckt einer Studie des Immobilienberaters Catella zufolge "noch in den Kinderschuhen". Der Großteil an Investitionen fand 2015 demnach in den USA statt (49 Prozent), gefolgt von China (26 Prozent). Europa hatte einen Anteil von nur vier Prozent, davon entfielen drei Viertel auf Großbritannien.

Das Thema PropTech umfasst sämtliche technologischen Entwicklungen der Immobilienbranche. Dazu zählen etwa die Einführung oder die Optimierung von Abläufen und Prozessen mit neuester Informations- und Kommunikationstechnologie.

Globaler PropTech-Markt

Obwohl sich tragfähige Geschäftsmodelle bislang Catella zufolge nur in Ausnahmefällen herausbilden konnten, wenden Investoren derzeit erhebliche Mittel für dieses Feld auf:

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PropTech war in Kontinentaleuropa bislang ein Fremdwort, langsam scheint es hier Fuß zu fassen. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile auf PropTech spezialisierte Accelerators.

Digitalisierung in Europa: Seit 2000 kaum etwas verändert

Die digitalen Innovationen sind der Studie zufolge in der Immobilienbranche noch nicht richtig angekommen. Was die verwendete Software anbelangt, hat sich demnach seit den 2000ern kaum etwas verändert.

Hinzu kommt, dass der europäische Markt bereits seit Ende der 90er Jahre von den USA in fast allen Branchen, was Innovation und Anwendung von IT betrifft, abgehängt wurde, heißt es. High-Tech-Cluster, die es mit dem Silicon Valley oder der Metropolregion Boston aufnehmen können, seien in Europa nicht zu finden. In Ansätzen könne hier allenfalls Großbritannien mit der Finanzmetropole London, wenn auch deutlich abgeschlagen, mithalten.

Fazit: PropTech hat noch einen langen Weg vor sich

Von einem disruptiven Einfluss auf die Immobilienbranche ist der PropTech-Sektor noch weit entfernt, so das Fazit von Catella.

Die Geschäftsmodelle erfordern der Studie zufolge einen zu hohen Kapitaleinsatz, kollidieren mit rechtlichen Hindernissen und scheitern oftmals auch an der erforderlichen Datenbasis. Außerdem fehle es den meisten PropTechs noch am Zugang zur Industrie. 

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