08.05.2015 | Bulwiengesa

Projektentwicklungsmarkt wächst um zwölf Prozent

Anstieg des Projektentwicklungsvolumens seit 2010
Bild: Bulwiengesa

Bis 2019 sollen in den deutschen Top-7-Städten 112 Milliarden Euro im Projektentwicklermarkt investiert werden. Gegenüber dem Ergebnis der Vorjahresstudie (Untersuchungszeitraum 2011 bis 2018) entspricht das einem Wachstum von zwölf Prozent. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Analyseunternehmens Bulwiengesa. Spitzenreiter im Gesamtranking ist die Zech Group mit 725.000 Quadratmetern.

In den Blick genommen wurden die aktuell geplanten, in Bau befindlichen oder fertigen Bauprojekte in den Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart.

Basis des Wachstums war neben steigenden Mieten und Preisen auch ein überdurchschnittlich starker Anstieg des Flächenvolumens. Das gesamte Projektentwicklungsvolumen liegt nun bei 25,54 Millionen Quadratmetern. Das Wachstum betrug sieben Prozent. Die Flächen in Planung haben dabei seit drei Jahren kontinuierlich zugenommen, mit elf Millionen Quadratmetern liegt ihr Wert über allen bisherig recherchierten Zahlen.

Der Wohnungsmarkt trägt den Großteil des aktuell erfassten Wachstums. Berlin konnte seine Position als mit Abstand größter Projektentwicklungsmarkt erneut ausbauen. Auch im Bezug auf das Bürosegment relativiert sich Berlins absoluter Vorsprung. Hier liegt Berlin gemessen in den absoluten Quadratmetern nur knapp, aber vor Frankfurt und Hamburg.

Mit Blick auf den unterschiedlichen Büroflächenbestand sind wieder Düsseldorf und Frankfurt die stärksten Projektentwicklermärkte aus relativer Sicht. Mit 16 Prozent hatten diese beiden Märkte auch das stärkste Gesamtflächenwachstum, gefolgt von Berlin mit elf Prozent.

Köln und München konnten ebenfalls Zugewinne (sechs beziehungsweise acht Prozent) verzeichnen. Stuttgart und Hamburg dagegen verloren an Volumen (minus sechs beziehungsweise minus acht Prozent).

Zech Group ist Spitzenreiter

Die Zech Group ist mit ihren Tochterfirmen Art Invest, die Developer, Die Wohnkompanie und anderen neuer Spitzenreiter und übernimmt mit 725.000 Quadratmetern (31 Prozent mehr als im Vorjahr) den ersten Platz im Gesamtranking der Studie.

An zweiter Stelle steht nun Hochtief mit 589.000 Quadratmetern, an dritter Stelle wie schon im letzten Jahr NCC mit 536.000 Quadratmetern Fläche. Der rein im Wohnungsmarkt tätige Projektentwickler NCC liegt damit zum dritten Mal in Folge im Wohnsegment auf dem ersten Platz, gefolgt von Wilma Wohnbau mit 293.000 Quadratmetern auf Platz zwei und der stark in Köln und Berlin mit Planungen aktiven CG Gruppe mit 286.000 Quadratmetern auf Platz drei.

Auch im Bürosegment liegt nun die Zech Group mit 368.000 Quadratmetern auf dem ersten Platz und verdrängt Hochtief auf den zweiten Platz mit 317.000 Quadratmetern CA Immo bleibt auf dem dritten Platz mit 232.000 Quadratmetern Projektfläche im Bürosegment. Im Einzelhandel verändert sich das Ranking aufgrund der Größe von einzelnen Großprojekten und dem insgesamt kleinen Projektvolumen dieses Segmentes teilweise stark.

Den unangefochten ersten Platz nimmt mit 196.000 Quadratmetern weiterhin die ausschließlich in Berlin tätige High Gain House Investment ein. Die Entwickler auf den nächsten Plätzen unterscheiden sich nur marginal im Volumen, Rangänderungen sollten hier deshalb nicht überbewertet werden. Platz zwei nimmt aktuell die Zech Group mit 66.000 Quadratmetern ein, auf Platz drei liegt die Bayerische Hausbau mit 58.000 Quadratmetern.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Projektentwicklung

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