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Prognosen für deutschen Immobilienmarkt sind durchwachsen

"Heiter bis wolkig" lautet der Wetterbericht für 2013
Bild: Uschi Dreiucker ⁄

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt sich weitgehend stabil. Laut einer Analyse der Catella Property Group fällt die Prognose für 2013 "heiter bis wolkig" aus. Größere Verwerfungen sind trotz der Dauerkrise in Europa nicht zu erwarten, aber einzelne Fehlentwicklungen zu beklagen.

Catella gibt traditionell zum Jahresende nach Vorliegen der relevanten volkswirtschaftlichen Daten und auf Basis einer Vielzahl von Kundengesprächen eine Prognose zur Entwicklung des Immobilienmarktes für das kommende Jahr ab. Trotz des stabilen wirtschaftlichen Umfeldes dauern Entscheidungen länger und fallen (über)vorsichtig aus. Auf der anderen Seite nutzen kurzfristig orientierte Marktteilnehmer den Hype im Nischensegment, bevor der Markt absehbar kippt. "2012 haben wir viel Angst aber auch wieder Gier im Markt gesehen", so Klaus Franken, CEO der Catella Property Deutschland.

Von aktivem Renditeverzicht zeugen manche Ankaufsentscheidungen im Jahr 2012, folglich verschärft sich die Preisentwicklung um "Core"- oder "Prime"-Objekte weiterhin. Wer kurze Laufzeiten, B-Städte, Nutzungen wie Heathcare oder Logistik nicht grundsätzlich ausschließt, kann laut Catella sichere Anlageprodukte gestalten ohne sich dem preistreibenden Wettbewerb auszusetzen.

Produktknappheit vereitelt Ausweitung des Marktes

Das Transaktionsvolumen wird zum Jahresende mindestens 21 Milliarden Euro betragen (Q3 € 14,2 Mrd.) und damit leicht unter Vorjahresniveau liegen. Dieser Rückgang liegt nicht an mangelndem Kapital im Markt; die Produktknappheit bei gleichzeitiger Fixierung auf "core" vereitelt eine Ausweitung des Marktes. Der sommerliche Entwurf der AIFM-Richtlinie sorgte zudem für eine Akquisitionspause der Fondsindustrie.

Für 2013 wird mit einem wachsenden Anteil internationaler Käufer gerechnet, die im Jahr 2012 bereits intensiv den Markt beobachtet aber noch nicht im großen Stil eingekauft haben. Für 2013 wird ein Transaktionsvolumen von 23 bis 25 Milliarden Euro möglich sein.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienmarkt, Prognose

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