02.03.2016 | Initiative Unternehmensimmobilien

Produktionsimmobilien: Transaktionen steigen pro Halbjahr im Schnitt um 12,6 Prozent

Im zweiten Halbjahr 2015 lag das Investitionsvolumen von Produktionsimmobilien bei 267,8 Millionen Euro.
Bild: Haufe Online Redaktion

In deutsche Unternehmensimmobilien wurden im zweiten Halbjahr 2015 rund 1,32 Milliarden Euro investiert. Das entspricht einem Zuwachs von 117 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr, wie eine Studie der Initiative Unternehmensimmobilien zeigt. Dabei sind Produktionsimmobilien zunehmend gefragt: Sie verzeichnen seit Anfang 2014 durchschnittlich 12,6 Prozent Zuwachs pro Halbjahr. Besonders beliebt bei Anlegern und Mietern sind dabei der Standort Berlin und Umland.

Die Entwicklung bei den Produktionsimmobilien ist deshalb bemerkenswert, weil diese Objektkategorie der Studie zufolge in der Vergangenheit von Investoren kaum beachtet wurde. Das hängt einerseits mit der hohen Eigennutzerquote produzierender Unternehmen zusammen, andererseits mit der oft spezialisierten Auslegung der Objekte auf bestimmte Produktionsmuster und -schritte.

Immer mehr setzt sich offenbar die Einsicht durch, dass sich Produktionsimmobilien vielseitig nutzen lassen und nutzungsreversibel sein können. Im zweiten Halbjahr 2015 lag das Investitionsvolumen von Produktionsimmobilien bei 267,8 Millionen Euro – das entspricht einem Zuwachs von 43 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr.

Produktionsflächenumsatz steigt um 84 Prozent im Zweijahresvergleich

Ähnlich dem kontinuierlichen Zuwachs bei den Transaktionen haben die Studienautoren auch bei den Vermietungen eine stetige Zunahme der Produktionsflächen festgestellt. Pro Halbjahr steigerte sich der Flächenumsatz demnach seit dem ersten Halbjahr 2014 um durchschnittlich 84 Prozent gegenüber dem jeweils vorangegangenen Erhebungszeitraum.

Mit rund 174.000 Quadratmetern waren Produktionsflächen im zweiten Halbjahr 2015 der am zweitstärksten nachgefragte Flächentyp in Unternehmensimmobilien. Diese Entwicklung zeigt, dass Unternehmen sich vermehrt von eigenen Beständen trennen und Mietlösungen suchen.

Berlin und Umland bei Investoren und Nutzern besonders gefragt

Berlin war auch bei den Vermietungsumsätzen die stärkste Region in Deutschland. Die Nachfrage nach Unternehmensimmobilien und Mietflächen in der Hauptstadt lag deutlich über denen des restlichen Bundesgebietes. 272 Millionen Euro wurden im zweiten Halbjahr in der Hauptstadtregion in Unternehmensimmobilien investiert. Das sind 20 Prozent mehr als in der zweitstärksten Region Hamburg und Umland.

Der Flächenumsatz betrug in Berlin 163.000 Quadratmeter Nutzfläche, rund 50 Prozent mehr als in der zweitplatzierten Region Süd. Der Berliner Markt profitiert dabei von seinen noch immer vergleichsweise niedrigen Preisen, einer lebhaften Start-up- und Gründerszene sowie einem umfangreichen Angebot an
Unternehmensimmobilien.

Transaktionsvolumen im Gesamtjahr steigt um 19 Prozent

Bezogen auf das Gesamtjahr wurde das Transaktionsvolumen 2015 mit einem Volumen von 1,93 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent gesteigert. Die umsatzstärksten Objektkategorien waren mit Abstand die Gewerbeparks (524,5 Millionen Euro), gefolgt von den Transformationsimmobilien (398,5 Millionen Euro).

Lesen Sie dazu auch:

Logistikmarkt: Internationale Anleger steigern Anteil um bis zu 63 Prozent

Schlagworte zum Thema:  Immobilien, Transaktion

Aktuell

Meistgelesen