24.02.2014 | Jones Lang LaSalle

Hamburg: Preisobergrenze bei Eigentumswohnungen zeichnet sich ab

Um die 3.420 Euro kostet der Quadratmeter in Hamburg
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Im zweiten Halbjahr 2013 stagnierten die Mietpreise in Hamburg bei 10,70 Euro pro Quadratmeter und Monat, wie eine Studie des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle zeigt. Demgegenüber verzeichnet der Markt für Eigentumswohnungen zwar noch einen deutlichen Preisanstieg: Um plus sechs Prozent auf 3.420 Euro pro Quadratmeter, doch zeichnet sich auch hier eine vorläufige Obergrenze ab.

"Die verringerte Dynamik hat wenig mit der gestiegenen Anzahl an neuen Wohnungen, sondern viel mehr mit der Abschwächung der Zuwächse bei den Haushaltszahlen zu tun", so Roman Heidrich, bei Jones Lang LaSalle Team Leader Residential Valuation Advisory Berlin.

Die zukünftige Entwicklung der Eigentumswohnungspreise hängt wesentlich mit der weiteren Entwicklung der Finanzierungskosten zusammen, aber auch mit dem zu erwartenden steigenden Angebot an Eigentumswohnungen in Hamburg. Mittelfristig sind daher voraussichtlich eher moderate Preissteigerungen zu erwarten.

Die derzeitige Entwicklung muss vor dem Hintergrund sehr hoher Zuwachsraten in der Vergangenheit gesehen werden (seit 2007: +7 % pro Jahr). Aktuell geben die Preise in einfachen Lagen leicht nach, in gefragten innerstädtischen Quartieren steigen sie weiter geringfügig an.

Die Fundamentaldaten aus Einwohnerentwicklung und Bautätigkeit sprechen für weitere Mietanstiege, allerdings sinkt die Zahlungsbereitschaft nach einer so ausgeprägten Aufwärtsbewegung und Mieter suchen zunehmend nach preiswerteren Alternativen in günstigeren Lagen oder in Wohnungen mit einfacherer Ausstattung. Auch spielt die wirtschaftliche Entwicklung mit ihrer Auswirkung auf die Einkommen eine wichtige Rolle. Steigen die Einkommen nicht mehr, sinkt auch die Zahlungsbereitschaft für teureren Wohnraum.

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