27.01.2015 | Deutsche Bank

Preise für Wohnimmobilien steigen 2015 im Schnitt um drei bis vier Prozent

"Prognose Hauspreise 2015"
Bild: Deutsche Bank

Die Preise für deutsche Wohnimmobilien werden weiter zulegen: 2015 könnte der Preis von Einfamilienhäusern und Bestandswohnungen im Schnitt um drei Prozent und von Neubauwohnungen um vier Prozent steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Deutschen Bank. Die Nachfrage bleibt dabei hoch, die Gefahr einer Immobilienblase sehen die Researcher nicht.

Die Studie "Wohnimmobilien 2015" wurde vom Institut für Immobilienwirtschaft der Universität Regensburg (IREBS) im Auftrag der Deutschen Bank realisiert. Die Gefahr einer nationalen Übertreibung sehen die Autoren der Studie zwar weiterhin nicht, sie warnen aber vor Überhitzungstendenzen in regionalen Teilmärkten.

Schon 2014 war die Nachfrage nach deutschen Wohnimmobilien rege: Die Hauspreise kletterten dem Analyseunternehmen Bulwiengesa zufolge inflationsbereinigt um durchschnittlich 4,5 Prozent. Wohnungsmieten im Bestand stiegen um 2,8 Prozent und für Neubauten um 3,3 Prozent. Die Mietrenditen im Bestand betrugen 4,8 Prozent und 3,8 Prozent bei Neubauwohnungen. Erstmals fiel der Preisanstieg in kleineren B-Städten stärker aus als in A-Städten.

Deutschland: im Sanierungsstau, vor Erbschaftswelle

Einen Schwerpunkt legt die Studie auf das Thema demografische Entwicklung sowie die Vererbung von Wohnimmobilien. Danach werden in Deutschland bis 2020 jährlich Immobilien im Wert von rund 100 Milliarden Euro vererbt, davon entfallen etwa 60 Prozent auf  Wohnimmobilien.

Neben der erwarteten Erbschaftswelle wird das Thema alternde Gesellschaft den Immobilienmarkt mehr und mehr prägen. Es gibt schon jetzt einen erheblichen Modernisierungs- und Sanierungsbedarf. Von den aktuell acht Millionen reinen Seniorenhaushalten in Deutschland wohnt mehr als die Hälfte in Wohnungen, die vor mindestens vier Jahrzehnten gebaut wurden. Nur fünf Prozent aller Seniorenwohnungen sind derzeit barrierefrei.

Allein für den akuten Bedarf an barrierearmen Wohnungen sind den Erstellern der Studie zufolge Investitionen von rund 40 Milliarden Euro erforderlich. Für die pflegebedürftigen Menschen bestehe ein Bedarf von mindestens 750.000 solcher Wohnungen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien, Immobilienpreis

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