10.02.2014 | Deutsche Bank/Uni Regenbsurg

Preise für Neubauwohnungen steigen 2014 um bis zu fünf Prozent

Neubauwohnungen werden noch einmal teurer
Bild: MEV-Verlag, Germany

Der Preisanstieg bei Wohnimmobilien setzt sich 2014 fort. Einfamilienhäuser werden sich im Schnitt um weitere drei Prozent verteuern. Die Preise für Neubauwohnungen könnten erneut um bis zu fünf Prozent steigen, wie eine Studie der Universität Regensburg zeigt. Eine Blase sei aber nicht in Sicht, betont Jochen Möbert, Immobilienexperte der Deutschen Bank. Das Kreditinstitut gab die Untersuchung in Auftrag.

Zwar trage der Wohnimmobilienmarkt Züge eines Booms, von einer "Immobilienblase" könne aber keine Rede sein. "2013 lagen die realen Preise für deutsche Wohnimmobilien noch deutlich unter dem Niveau, das sie Mitte der 1990er Jahre erreicht hatten", so Möbert.

Der Preisanstieg sei vielmehr Zeichen einer Normalisierung, wie die Studie des Instituts für Immobilienwirtschaft der Universität Regensburg (IREBS) im Auftrag der Deutschen Bank zum Thema "Deutsche Wohnimmobilien als Kapitalanlage" zeige.

Da gleichzeitig die Einkommen anzogen und die Zinsen sanken, sei die Finanzierung von Immobilien für private Haushalte nach wie vor bezahlbar, erklärten die Experten. Das gelte für Deutschland insgesamt, aber deutlich weniger für westdeutsche Ballungsräume und Berlin.

Aus Sicht von Tobias Just von der Universität Regensburg führten demografische, gesamtwirtschaftliche und finanzielle Gründe seit Anfang 2008 dazu, dass die Haus- und Wohnungspreise in Deutschland preisbereinigt um rund drei Prozent jährlich steigen. Verantwortlich dafür seien die deutlich gestiegene Beschäftigung, die niedrigen Kreditzinsen sowie der Trend zu Urbanisierung und eine starke Zuwanderung nach Deutschland. Auch die unsichere Situation an den Finanzmärkten wecke Interesse an Immobilien.

Typische Merkmale einer "Immobilienblase" wie eine lockere Kreditvergabe, eine Überhitzung der Wirtschaft oder ein Auseinanderlaufen von Preis- und Mietentwicklung seien aber nicht zu erkennen, so Möbert: "Das reale Kreditwachstum verläuft in Deutschland moderat. Wir sind weit entfernt von einer Preisdynamik wie in Südeuropa oder den USA vor der Finanzkrise."

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienpreis

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