| IVD

Preise für Eigentumswohnungen erneut um 4,5 Prozent gestiegen

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Kaufpreise für Wohneigentum in Deutschland steigen vor allem in den Großstädten weiter an. Für eine bestehende Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert werden derzeit nach Angaben des Immobilienverbandes IVD 1.082 Euro pro Quadratmeter und damit  4,5 Prozent mehr als im Vorjahr bezahlt. Die Mieten hingegen stagnieren in vielen Großstädten.

"Damit liegt das durchschnittliche Preisniveau für Eigentumswohnungen immer noch zehn Prozent niedriger als vor 20 Jahren", erklärte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick am Donnerstag in Frankfurt. In Großstädten seien die Preise jedoch deutlich schneller gestiegen. So koste der Quadratmeter in Städten mit mindestens 500.000 Einwohnern im Schnitt 1.689 Euro und damit 9,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Alleine im Oktober verteuerten sich Eigentumswohnungen im Durchschnitt um 0,4 für Neubaubauten bis 0,6 Prozentpunkte im Bestand, wie der Angebotsindex IMX von ImmobilienScout24 zeigt.

Neuvertragsmieten steigen nur um 2,1 Prozent

Die Neuvertragsmieten für Wohnungen in Deutschland sind 2013 hingegen flächendeckend in allen Wohnwert- und Baualtersklassen sowie in allen Städtegrößen weniger dynamisch angestiegen als in den Jahren zuvor.

Im Deutschland-Durchschnitt zahlt man für eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert, die nach 1949 entstanden ist, 5,78 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um lediglich 2,1 Prozent. Er liegt damit nur knapp über der Inflation. Selbst in vielen Großstädten wie Düsseldorf, Frankfurt am Main und Dresden sowie Bonn und Wiesbaden sind die Mieten im vergangenen Jahr gar nicht gestiegen.

Regulierungen des Markts durch den Staat sind nach Ansicht des IVD daher nicht notwendig, da der Anstieg der Mieten bereits vor Einführung der Mietpreisbremse zurückgehe. Hinzu komme, dass die Mieten immer noch unter dem Niveau von vor 20 Jahren liegen.

Mietanstieg in Großstädten weitestgehend gestoppt

Die Erkenntnis, dass die Wohnungsmieten in Deutschland zwar weiterhin steigen - jedoch mit deutlich geringerer Dynamik als im Vorjahr, gilt für alle Städteklassen. Die Neuvertragsmieten für Wohnungen mit mittlerem Wohnwert, die nach 1949 errichtet worden sind, liegen in Städten mit über 500.000 Einwohnern bei 7,96 Euro pro Quadratmeter und damit 3,1 Prozent über dem Vorjahreswert. 2013 waren die Mieten noch um 4,6 Prozent gestiegen.

In den unterschiedlichen Städteklassen entwickeln sich die Mieten sehr unterschiedlich. Während in den Metropolen im Schnitt knapp acht Euro pro Quadratmeter verlangt werden, sind es in Kleinstädten unter 30.000 Einwohnern nur rund fünf Euro pro Quadratmeter.

Die gleiche Entwicklung zeigt sich auch bei Neuvertragsmieten für Neubauwohnungen. Die Wohnungen mit mittlerem Wohnwert im Neubau erfuhren in Städten mit über 500.000 Einwohnern einen Preisanstieg von 4,8 Prozent, nachdem die Mieten im Vorjahr noch um 5,94 Prozent gestiegen waren. In den anderen Städteklassen liegt das Mietwachstum deutlich darunter. Für eine Neubauwohnung mit gutem Wohnwert zahlt man derzeit im Deutschland-Mittel für einen Quadratmeter nettokalt 8,11 Euro - das ein Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozent. Im Vorjahrespreisspiegel hatte der Anstieg um einen Prozentpunkt höher gelegen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnungseigentum

Aktuell

Meistgelesen