18.08.2016 | Maktanalyse

PwC-Survey: Top-Renditen für Gewerbeimmobilien sinken weiter

In Berlin sank die Spitzenrendite für Büros im Halbjahresvergleich um 17 Basispunkte auf 3,85 Prozent
Bild: Matthias Mittenentzwei ⁄

Die Anfangsrenditen für Gewerbeimmobilien an den deutschen Top-7-Standorten sinken weiter. Das zeigt der "Real Estate Investor Survey Germany" des Beratungshauses PwC. Der Rückgang fiel verglichen mit dem zweiten Halbjahr 2015 geringer aus als im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2015: Die Cap Rates für Büros gingen im Schnitt um 14 Basispunkte (Vorjahr: 19 bp) auf vier Prozent zurück, bei Einzelhandelsimmobilien um 20 Basispunkte (Vorjahr: 36 bp).

In Berlin sank die Spitzenrendite für Büros im Halbjahresvergleich um 17 Basispunkte auf 3,85 Prozent. Damit werden in der Hauptstadt nun deutlich niedrigere Renditen angesetzt als in Frankfurt am Main (3,99 Prozent) oder Düsseldorf (4,15 Prozent). Der Büromarkt in Berlin ist damit nach München (3,53 Prozent) der zweitteuerste Markt in Deutschland.

Die Minimum Cap Rate der untersuchten Region Nordrhein-Westfalen sank um 35 Basispunkte auf 5,06 Prozent und weist damit den niedrigsten Wert aller Regionen auf, was sich auf einen Preisanstieg bei risikoärmeren Objekten in Städten wie Bonn zurückführen lässt.

Büroimmobilien in mittelgroßen Städten bleiben für Investoren attraktiv

Wie die Marktbefragung von PwC weiter ergab, will die Mehrheit der Investoren ihren Anteil von Büroimmobilien in B-Städten im Portfolio halten oder erhöhen.

Der Run auf Büroobjekte in mittelgroßen Städten wird PwC zufolge auch in der näheren Zukunft anhalten. Gesucht würden vor allem Objekte, die nicht zu groß sind und gute Optionen für einen Verkauf oder eine Vermietung bieten.

Zu Investitionen in B-Städten, allen voran Magdeburg, hatte PwC bereits in einer Untersuchung vom Frühjahr 2015 geraten.

Einzelhandelsimmobilien: Preisanstieg in allen Risikoklassen

Bei den deutschen Einzelhandelsimmobilien ist ein deutlicher Rückgang der Cap Rates und somit ein Preisanstieg in allen Regionen und Risikoklassen zu beobachten. Die teuersten Objekte befinden sich nach wie vor in München, wo die Minimum Cap Rate um 26 Basispunkte auf ein neues Rekordtief von 3,02 Prozent fiel, gefolgt von Hamburg mit 3,41 Prozent und Berlin mit 3,38 Prozent.

Bayern (4,54 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (4,6 Prozent) bleiben die stärksten Regionen.

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Schlagworte zum Thema:  Immobilienpreis, Rendite, Gewerbeimmobilien, Büroimmobilie, Einzelhandelsimmobilie

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