19.02.2013 | Bundesbank

Trend steigender Häuserpreise setzt sich fort

Auch der Mietwohnungsmarkt ist weiter in Bewegung
Bild: Michael Bamberger

Der Trend steigender Häuserpreise setzt sich fort und ist nicht mehr vornehmlich in Ballungsgebieten und bei Neubauten zu beobachten. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht. Es gelte im Auge zu behalten, dass dies nicht zu größeren Fehlallokationen führe.

Dennoch sieht die Bundesbank Forderungen nach einer gesetzlichen Regulierung der Mietpreise, wie sie zuletzt von der SPD kamen, skeptisch. Derartige Markteingriffe könnten die Schaffung neuen Wohnraums behindern, lautet das Argument.

Nach rund einer Dekade stagnierender Preise hat sich das Preisniveau am deutschen Immobilienmarkt in den vergangenen Jahren kräftig erhöht. Ein wesentlicher Grund ist die erhöhte Nachfrage auch ausländischer Investoren. Dies hat eine Diskussion entfacht, ob sich am Immobilienmarkt eine Blase aufbaut. Die mit den jüngsten Preisanstiegen verbundenen gesamtwirtschaftlichen Risiken bestünden unvermindert weiter, schreibt die Bundesbank.

In den deutschen Ballungsräumen setzte sich der Preisauftrieb 2012 fort, allerdings mit leicht verminderter Dynamik. Die Bundesbank bezieht sich unter anderem auf Zahlen der Marktforscher der BulwienGesa AG, wonach die Preise für Wohnimmobilien in 125 Städten vergangenes Jahr um etwa 5,25 Prozent zulegten. Das ist zwar etwas weniger als das Plus von 5,5 Prozent im Vorjahr. Allerdings hätten sich die Preisimpulse 2012 von den Städten ins Umland übertragen. Auch Gebrauchtimmobilien und Einfamilienhäuser seien spürbar teurer geworden.

Darüber hinaus ist der Mietwohnungsmarkt erkennbar in Bewegung geraten: Laut BulwienGesa erhöhten sich die Mietpreise bei Neuverträgen 2012 um 4,75 Prozent, bei wiedervermieteten Objekten um 3,5 Prozent. Verglichen mit dem Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts fallen die Mietpreiszuwächse seit 2010 bis zu viermal so stark aus.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienpreis, Wohnimmobilien

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