25.06.2013 | Patrizia

Investments in Pflegeheime in NRW, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen am lohnendsten

In den neuen Bundesländern sind Pflegeheimplätze kaum noch verfügbar
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das beste Potenzial für Investitionen in Pflegeheime und altengerechte Wohnungen bieten einer Studie von Patrizia zufolge Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Teile Sachsens. Insgesamt gibt es in Deutschland große regionale Unterschiede.

"In den einzelnen Stadt- und Landkreisen dieser Regionen steigt die Zahl der Heimbewohner bis 2030 zwischen 2.000 und 20.000 Personen an und bereits heute ist dort die Auslastung der Pflegeheime mit über 90 Prozent sehr hoch", sagt Karin Siebels von Patrizia Research.

Besonders attraktiv für Investitionen in Pflegeheime sind neben weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und dem Südosten von Sachsen auch die Städte Köln, Recklinghausen, Dortmund und Aachen. Gute Chancen für Seniorenwohnungen ergeben sich in den Metropolen, aber auch in Städten aus der zweiten Reihe, wie zum Beispiel Esslingen, Ludwigsburg oder Karlsruhe, aber auch in Sachsen und Vorpommern.

Auslastung als entscheidendes Kriterium

Entscheidende Kriterien für die Bewertung der Investitionschancen sind die Auslastung der Pflegeheime, die Zunahme der Zahl der Heimbewohner sowie die Nachfrage nach barrierefreien Wohnungen. Beeinflusst werden diese Kriterien durch die Zahl der über 80-Jährigen, der Hauptzielgruppe für besonderen Betreuungs- und Wohnraumbedarf. Bis zum Jahr 2030 wird sich ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung von fünf auf neun Prozent erhöhen und damit fast verdoppeln.

In einigen Gegenden Thüringens und Sachsens wie Dessau-Roßlau oder dem Vogtlandkreis wird 2030 bereits jeder achte Einwohner über 80 Jahre alt sein. In den Universitätsstädten werden dagegen auch in 20 Jahren höchstens sechs Prozent der Menschen älter als 80 Jahre sein. Damit einher geht ein steigender Bedarf an seniorengerechten Wohnungen. Der Studie zufolge werden bis 2030 zusätzlich rund 3,2 Millionen barrierefreie Wohnungen benötigt, um auch der wachsenden Zahl der mobilitätseingeschränkten Älteren gerecht zu werden.

Zahl der Pflegebedürftigen steigt bis 2030 um mehr als die Hälfte

Die Zahl der Pflegebedürftigen wird bis 2030 um mehr als die Hälfte steigen. Absolut am stärksten wächst sie in einem Streifen von Vorpommern bis Berlin, im westlichen Niedersachsen, in Teilen des Ruhrgebiets, sowie in und um Hamburg, Hannover und München.

Bereits heute sind rund 1,3 Millionen Menschen auf Pflegedienstleistungen angewiesen. Davon werden rund zwei Drittel von Angehörigen betreut und versorgt, die übrigen in Pflegeheimen. "Die regionalen Unterschiede bei der Auslastung der Pflegeheimplätze sind gewaltig", erklärt Siebels.

In den neuen Bundesländern und im westlichen Rhein-Ruhr-Gebiet sind geeignete Pflegeheimplätze kaum noch verfügbar. "Dagegen wird im südlichen Rheinland-Pfalz, in Nordhessen und in Unterfranken oft nicht einmal eine Auslastung von 70 Prozent erreicht“, so Siebels.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Pflegeheim

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