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Pflegeheim-Markt: 250.000 zusätzliche Plätze bis 2030 benötigt

Bis 2030 müssen rund 2.550 weitere Pflegeheime mit je rund 100 Betten gebaut werden
Bild: MEV-Verlag, Germany

Bis zum Jahr 2030 werden in Deutschland rund 3,6 Millionen Menschen pflegebedürftig sein. Davon benötigen etwa 1,2 Millionen stationäre Pflege in einer Pflegeeinrichtung. Aktuell gibt es in Deutschland rund 900.000 Plätze, das würde einen zusätzlichen Bedarf von etwa 2.550 weiteren Pflegeheimen mit je 100 Betten bedeuten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie von Wüest & Partner Deutschland und Ottenströer.

Der heute vorhandene Bestand an Plätzen für Pflegebedürftige müsste infolgedessen um mindestens 28 Prozent erhöht werden.

In absoluten Zahlen ergibt sich der höchste Zusatzbedarf in Berlin mit 11.800 und in Hamburg mit 4.100 zusätzlich benötigten Pflegeplätzen im Jahr 2030. Auch München und Köln (je mehr als 2.000 zusätzlich benötigte Betten) sowie Bremen, Dresden und Leipzig (Zusatzbedarf von 1.500 bis 1.700 Pflegeplätzen) müssen ihren Bestand erheblich aufstocken, um die zu erwartende Nachfrage decken zu können.

Auf Landesebene besteht vor allem in Nordrhein-Westfalen, Bayern und in Baden-Württemberg Entwicklungsbedarf.

Betrachtet man den künftigen Bedarf im Verhältnis zur heute bereits vorhandenen Zahl an Pflegeplätzen sticht Brandenburg mit hohem Aufholpotenzial hervor: In den Landkreisen Barnim, Potsdam-Mittelmark und Havelland im „Speckgürtel“ von Berlin muss der aktuelle Bestand an Pflegeplätzen bis zum Jahr 2030 um rund die Hälfte aufgestockt werden.

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Schlagworte zum Thema:  Immobilienwirtschaft

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