08.03.2013 | Comfort

Performance im deutschen Einzelhandel bleibt 2012 unter den Erwartungen

Für 2013 stehen die Zeichen im Einzelhandel auf Aufhellung
Bild: Haufe Online Redaktion

Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts erzielte der deutsche Einzelhandel 2012 bei einem Gesamtumsatz von rund 420 Milliarden Euro einen nominalen Umsatzzuwachs von + 1,6 Prozent, der preisbereinigt einem Minus von 0,5 Prozent entspricht. Das meldet Comfort.

"Ausschlaggebend dafür war ein tendenziell unter den Erwartungen des Einzelhandels verlaufenes Weihnachtsgeschäft", sagt Olaf Petersen, Chef-Researcher und Geschäftsführer bei Comfort. Im Ergebnis entfielen 2012 nicht einmal zehn Prozent des jährlichen Einzelhandelsumsatzes (9,8 %) auf den Dezember, was ein ausgesprochen niedriger Wert ist.

Insgesamt war das Einzelhandelsjahr 2012 durch einen über die Monate relativ gleichmäßigen Verlauf gekennzeichnet. Schwächster Monat war der Monat Februar mit einem relativen Umsatzanteil von 7,4 Prozent. Die relativ geringen Prozentunterschiede dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass vom Umsatzvolumen die Unterschiede schon sehr signifikant sind: zwischen rund 31 Milliarden Euro im Februar und mehr als 41 Milliarden Euro im Dezember liegen dann doch immerhin zehn Milliarden Euro.

Im europäischen Vergleich schließt der deutsche Handel positiv ab

Im europäischen Kontext und hier speziell im Euroraum schnitt der deutsche Einzelhandel mit seiner Jahresperformance immer noch überdurchschnittlich ab. Nach Angaben von Eurostat betrug hier das reale Umsatzminus immerhin 1,7 Prozent. Dieser Rückgang ist zum einen auf die im vergangenen Jahr besonders ungünstigen Entwicklungen in Südeuropa (z.B. Spanien - 8 %) zurückzuführen, zum anderen schnitt aber auch unser Stabilitäts-Nachbarland Niederlande mit -3 Prozent schlecht ab. Erfreulicher waren die überdurchschnittlichen Entwicklungen beispielsweise in Frankreich und Belgien (+ 1 %). Das kleine, aber feine Luxemburg prosperiert regelrecht (+ 7 %).

Prognose für 2013

Der Horizont dürfte sich für den deutschen Einzelhandel im laufenden Jahr zunehmend aufhellen. Zwar laufen die Umsätze zu Jahresbeginn noch verhalten, aber die Rahmenbedingungen sind positiv. Zu Jahresbeginn legte das GfK-Konsumklima der Verbraucher im Januar und Februar zu, insbesondere bezogen auf deren Konjunkturerwartungen und Anschaffungsneigung. Damit startete das Jahr 2013 wesentlich euphorischer als 2012.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Einzelhandel

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