19.03.2014 | Peking

Chinesischer Immobilienmarkt kühlt sich allmählich ab

In Peking legten die Preise nur noch leicht um 0,2 Prozent zu
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Anstieg der Hauspreise am chinesischen Immobilienmarkt hat sich im Februar weiter verlangsamt. Die Preise in Peking und Shanghai legten im Vergleich zum Januar nur noch leicht um 0,2 beziehungsweise 0,4 Prozent zu. Das teilt die nationale Statistikbehörde mit. Indessen belasten Berichte über Zahlungsprobleme eines chinesischen Bauunternehmens die Anleihe- und Aktienkurse aller chinesischer Immobilienfirmen.

Im Jahresvergleich bleibt der Preisauftrieb im Februar mit zweistelligen Raten zwar hoch, die Zuwächse fallen aber spürbar niedriger aus als vor wenigen Monaten. Auch zum Vormonat legen die Immobilienpreise mittlerweile deutlich schwächer zu.

Ähnlich schwach wie an den regionalen Häusermärkten der großen Metropolen Peking und Shanghai waren die Monatszuwächse in den Wirtschaftszentren Shenzen und Guangzhou. Der schwächere Preisauftrieb ist politisch gewollt, um ein weiteres Heißlaufen des Marktes zu verhindern. Regierung und Notenbank gehen seit einiger Zeit gegen das seit Jahren hohe Kreditwachstum vor, das den Häuserbau befeuert hat.

Mehrere Medien berichteten derweil von Zahlungsschwierigkeiten des Immobilienentwicklers Zhejiang Xingrun Real Estate. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Regierungskreisen erfahren haben will, kann das Unternehmen Verbindlichkeiten in Höhe von 3,5 Milliarden Yuan (rund 400 Millionen Euro) nicht bedienen. Einige Beobachter äußerten die Befürchtung, dass mit dem Immobilienmarkt die zweite große Branche auf Schwierigkeiten zusteuern könnte. Vor etwa eineinhalb Wochen war es dem Solarunternehmen Chaori nicht gelungen, Zinszahlungen auf eine Anleihe zu leisten. Es war der erste Ausfall einer Unternehmensanleihe auf dem chinesischen Festland.

Schlagworte zum Thema:  China, Immobilienunternehmen, Hauspreis

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