16.05.2014 | Scope

Offene Immobilienfonds setzen zunehmend auf A-Standorte

Union-Investment-Fonds: vom Volumen her am aktivsten seit 2011
Bild: Kaleidomania, Axel Gaube

Offene Immobilienfonds investieren zunehmend in A-Standorte. Das ist das Ergebnis einer Scope-Studie. Von 2011 bis 2013 wurden insgesamt vier Milliarden Euro investiert: 2011 flossen mehr als zwei Drittel des Kapitals in B-Standorte. Im Jahr 2012 sank der Anteil auf 40 Prozent. 2013 investierte noch ein Viertel der Fonds in B-Standorte und drei Viertel in A-Standorte.

Die rein vom Investitionsvolumen her aktivsten Fonds auf deutschen A-Standorten seit 2011 waren der "UniImmo: Deutschland" und der "grundbesitz europa". Die aktivsten Investoren an B-Standorten in den vergangenen drei Jahren waren der "UniImmo: Europa" und der "UniInstitutional European Real Estate".

Der sehr hohe Anteil an B-Standort-Investments im Jahr 2011 ist vor allem auf zahlreiche großvolumige Shopping-Center-Akquisitionen zurückzuführen. Einkaufszentren sind für offene Immobilienfonds und andere institutionelle Investoren eine begehrte Assetklasse, da sie eine breite Mieterdiversifikation auch an B-Standorten ermöglichen.

Hinzu kommt, dass der großflächige Einzelhandel einen gewissen Wettbewerbsschutz genießt. Vor allem aufgrund deutlich gestiegener Preise haben offene Immobilienfonds in den beiden vergangenen Jahren jedoch deutlich weniger Shopping-Center als 2011 erworben. Dies hat den Anteil von B-Standort-Transaktionen entsprechend deutlich reduziert.

Darüber hinaus haben Fondsmanager in den vergangen Jahren zum Teil negative Erfahrungen mit B-Standorten gemacht. Vor allem die geringe Liquidität von B-Standorten kann sich im Verkaufsszenario negativ auswirken. Hinzu kommt, dass die Abhängigkeit von einem oder wenigen potenziellen Mietern an B-Standorten in der Regel größer ist als in den Metropolen. Eine Ausnahme stellen Shopping-Center dar.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfonds

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