12.05.2015 | Scope Ratings

Offene Immobilienfonds bewegen 7,7 Milliarden Euro

Der aktivste Fonds "UniImmo Europa" kaufte im November das Wiener Büroobjekt "Space2move"
Bild: Union Investment

Im Jahr 2014 wurden von 16 offenen Immobilienfonds insgesamt 57 Objekte im Wert von rund 5,1 Milliarden Euro angekauft. Zugleich wurden 40 Objekte für rund 2,6 Milliarden Euro verkauft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Ratingagentur Scope Ratings. Bei den Investitionsstandorten steht mit 23 Ankäufen Deutschland an der Spitze.

Deutschland hatte damit einen Anteil von 40 Prozent am Gesamtinvestitionsvolumen. Der außereuropäische Anteil der Investitionen lag insgesamt nur bei 15 Prozent und damit deutlich unter den Werten vergangener Jahre.

Mehr als die Hälfte des gesamten Investitionsvolumens entfällt auf nur drei Fonds. Der "UniImmo: Europa" investierte rund 1,1 Milliarden Euro, etwa in Tokio, und zuletzt in Wien im November - gefolgt vom "Deka-ImmobilienGlobal" mit 920 Millionen Euro und "UniImmo: Deutschland" mit 815 Millionen Euro.

Der Anteil der Investitionen in Projektentwicklungen steigt deutlich an. Fast ein Drittel des Ankaufsvolumens 2014 in Höhe von 5,1 Milliarden Euro entfällt auf Objekte, die noch nicht fertiggestellt sind. Bei den Nutzungsarten standen Büroimmobilien weiter an erster Stelle: Insgesamt entfielen 72 Prozent des Investitionsvolumens auf Büroobjekte (3,7 Milliarden Euro).

Bei den Verkäufen dominieren britische Objekte, vor allem in London, das Geschehen. Auf sie entfällt mit einem Drittel der größte Anteil am Verkaufsvolumen (875 Millionen Euro).

Ausblick

Scope erwartet für 2015 trotz steigender Mittelzuflüsse ein Ankaufsvolumen auf Vorjahresniveau. Der Grund: Die Mittelzuflüsse werden nicht nur für neue Investments verwendet, sondern auch verstärkt für die Reduktion der Fremdkapitalquoten und für umfangreiche Investitionen in die bereits im Portfolio befindlichen Bestandsobjekte.

In Bezug auf Verkäufe erwartet Scope für 2015 hingegen eine Steigerung des Volumens. Viele Fonds nutzen das aktuell hohe Preisniveau, um ihre Portfolios zu bereinigen und Objekte, die nicht mehr in die strategische Ausrichtung passen, abzustoßen. Darüber hinaus nutzen Fondsmanager das hohe Preisniveau auch zunehmend, um Gewinne zu realisieren.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfonds

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