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Offene Fonds: Vermietungsquoten von 84 bis 97 Prozent

Für 2014 erwartet Scope keine signifikanten Verbesserungen der Vermietungsquote
Bild: freepiks

Die Vermietungsquoten offener Immobilienfonds sinken einer Analyse von Scope zufolge. Untersucht wurden 16 Fonds. Das Ergebnis: Das Spektrum bei den Vermietungsquoten reicht von 84,3 bis 96,9 Prozent. Dabei weist der "Wertgrund Wohnselect D" die höchste Vermietungsquote auf.

Dem Wohnimmobilienfonds Wertgrund Wohnselect D (96,9 %) folgen der WestInvest ImmoValue (96,6%), der UniInstitutional European Real Estate (96,1 Prozent), der Deka-ImmobilienGlobal (96,0%) sowie der UniImmo: Deutschland und der Grundbesitz Europa (jeweils 94,7%).

Quoten von mehr als 95 bewerten die Scope-Analysten positiv. Mit 84,3 Prozent hat der UBS (D) Euroinvest Immobilien den insgesamt niedrigsten Vermietungsstand.

KanAm Spezial Grundinvest Fonds mit größtem Rückgang

Den größten Rückgang der Vermietungsquote im Betrachtungszeitraum weist der institutionelle (derzeit von der Rücknahme ausgesetzte) KanAm Spezial Grundinvest Fonds mit -5,8 Prozentpunkten auf. Einen ebenfalls deutlichen Rückgang verzeichnete auch der institutionelle Fonds SEB ImmoPortfolio Target Return Fund (-4,5 Prozentpunkte).

Aber auch bei den Retailfonds kam es zum Teil zu deutlichen Rückgängen in den vergangenen eineinhalb Jahren: So hat der Grundbesitz Global mit -3,0 Prozentpunkten einen Rückgang der Vermietungsquote auf 90,8% zu verkraften. Der UniImmo: Deutschland (-2,1 Prozentpunkte) und der Grundbesitz Europa (-2,0 Prozentpunkten) weisen ebenfalls signifikante negative Veränderungen auf.

UniImmo: Global mit größtem Zuwachs

Dagegen konnte der UniImmo: Global im gesamten Betrachtungszeitraum seine Vermietungsquote erheblich um 2,6 Prozentpunkte steigern. Bei den anderen Gewinnern fielen die Zuwächse geringer aus: (UBS (D) Euroinvest Immobilien (0,9 Prozentpunkte), Deka-Immobilien Global (0,8 Prozentpunkte), UniInstitutional European Real Estate (0,8 Prozentpunkte), hausInvest (0,6 Prozentpunkte). Hierbei ist der hausInvest mit seinem sehr hohen Fondsvermögen hervorzuheben, da er die Verbesserung ohne signifikante Zukäufe – also aus dem Bestand heraus – erzielen konnte.

Prognose: Keine signifikanten Verbesserungen 2014

Scope erwartet 2014 keine signifikanten Verbesserungen der durchschnittlichen Vermietungsquote. Der Hauptgrund: Die Situation auf zahlreichen Vermietungsmärkten bleibt schwierig – zum Teil müssen neue Mietverträge mit mehr als 30 Prozent auf den Gesamtertrag incentiviert werden. Fondsmanager stehen vor der Herausforderung, die Vermietungsquoten auf einem hohen Niveau zu halten, ohne dabei „um jeden Preis“ zu vermieten.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfonds

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