05.08.2015 | Lünendonk

Facility Services: Nutzer fragen verstärkt Multidienstleistungen nach

Die Nachfrage nach technischen Dienstleistungen steigt
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Top 25 der führenden Anbieter von Facility Services (FS) steigerten das Marktvolumen 2014 gegenüber dem Vorjahr von 47,2 auf 48,1 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Lünendonk. Getrieben wird der Anstieg unter anderem von der zunehmenden Nachfrage nach Multidienstleistungen.

2014 bauten mehrere Dienstleister ihr Leistungsportfolio aus. Strabag PFS stärkte mit der Übernahme der DIW ihre Kompetenz in der Industrie und ergänzte das Service-Portfolio um infrastrukturelles Gebäudemanagement.

Auch Cofely und Spie kauften 2014 hinzu. Beide Unternehmen erhöhten ihr Angebot an technischen Dienstleistungen aus eigener Hand. Bei Spie gehören neben der Gebäudetechnik auch Energie, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Engineering zum Portfolio. Diese Vergabestrategie findet vor allem bei länderübergreifend agierenden Konzernen und Großunternehmen wachsenden Zuspruch.

Andere Dienstleister spezialisieren sich weiter auf Branchen oder Leistungen: Kötter Services aus Essen übernahm 2014 OSD Schäfer und einen Teil der Sicherheitsdienstleistungssparte der ISS. Das Essener Unternehmen konzentriert sich auf das Geschäft mit Security Services.

Nachfrage nach baubegleitendem Facility Management

Erstmals erhob Lünendonk Daten zum Thema "baubegleitendes FM". Die Anbieter erwarten, dass der Bedarf an baubegleitenden Beratungsleistungen insbesondere in der Industrie künftig deutlich steigt.

Den Grund, warum die möglichen Synergiepotenziale aktuell noch nicht gehoben werden, sehen die befragten FS-Unternehmen in der traditionellen Trennung von Bau und Betrieb und der geringen Wahrnehmung der eigenen Beratungskompetenz. Die Vorteile liegen indes auf der Hand: Objekte, die für den kostengünstigen Betrieb optimiert sind, ersparen nicht nur dem Eigentümer Kosten, sondern zahlen sich auch für Projektentwickler aus, die eine Immobilie wenige Jahre nach dem Bau veräußern. Ein effizienter Betrieb rechtfertigt höhere Verkaufskosten.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Facility Management

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