| OC&C Strategy Consultants Studie

Nur 0,9 Prozent Wachstum im deutschen Hochbau

Der lange Winter trägt mit dazu bei, dass die Prognosen für den Hochbau nicht so positiv ausfallen.
Bild: Thomas Max Müller ⁄

Die Bilanz des deutschen Hochbaus im Jahr 2012 fällt verhalten aus: Das Wachstum betrug nur 0,9 Prozent, was einem Volumen von 209,3 Milliarden Euro entspricht. Auch die Prognosen sind nicht besser.

Noch 2011 hatte der Hochbau einen Aufschwung erlebt, das Umsatzvolumen stieg um 5,2 Prozent auf 207,4 Milliarden Euro. Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants erwartet in ihrer jährlich erscheinenden Hochbauprognose auch für dieses Jahr mit einem Anstieg von 1,0 Prozent nur verhaltenes Wachstum. Die durch den langen Winter verursachte rückläufige Marktentwicklung im ersten Quartal 2013 ist dabei bereits berücksichtigt.

Für 2014 und 2015 rechnen die OC&C-Experten mit einer Fortsetzung dieses Trends und einer Zunahme des Markts um 1,2 und 1,1 Prozent. Die OC&C-Berater sehen für alle Teilmärkte des Hochbaus leicht zunehmende Volumina, wobei sich der Wohnungsneubau am besten entwickeln wird. Dabei stehe 2013 der Neubau von Geschosswohnungen im Fokus und werde mit 5,5 Prozent eine hohe Wachstumsrate erzielen. Im zuletzt rückläufigen Nichtwohnungsbau soll in den nächsten Jahren vor allem der Wirtschaftsbau zu einem leichten Wachstum führen.

Das Renovierungssegment trage rund zwei Drittel zum Marktvolumen bei und wird sich laut der Studie auf hohem Niveau langsam weiterentwickeln. Die Untersuchung geht im Renovierungsbereich für 2013 von einem Wachstum von 0,4 Prozent im Wohnungsbau und 0,7 Prozent im Nichtwohnungsbau aus.

Schlagworte zum Thema:  Hochbau, Bilanz

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