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Studie: Nur 0,5 Prozent der deutschen Haushalte beherbergen mindestens drei Generationen

Auf dem Land sind Mehrgenerationenhaushalte noch häufiger
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Zahl der Mehrgenerationenhaushalte geht stark zurück. Während vor 20 Jahren noch in 351.000 Haushalten drei oder mehr Generationen lebten, waren es 2015 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts nur noch 209.000 (0,5 Prozent). Das ist ein Rückgang von 40,5 Prozent. In fast dreiviertel der deutschen Haushalte lebte im vergangenen Jahr nur eine Generation, stellten die Statistiker fest.

Auf dem Land, in Gemeinden mit 10.000 Einwohnern oder weniger, ist Generationen-Wohnen noch weiter verbreitet als in städtischen Gebieten. Während dort in 0,8 Prozent der Haushalte drei Generationen oder mehr wohnten, waren es in Städten ab einer halben Million Einwohner gerade einmal 0,3 Prozent. Doch auch in ländlichen Gebieten ist der Anteil von 1,8 Prozent im Jahr 1995 in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich zurückgegangen.

Generationenübergreifend wohnten hauptsächlich Familien mit Kindern (26,9 Prozent). Einen Bruchteil bilden andere Haushaltsformen ab. In nur 0,7 Prozent der Haushalte wohnte die mittlere Generation mit ihren Eltern unter einem Dach.

Für die Berechnungen haben die Statistiker Ergebnisse aus dem Mikrozensus als Grundlage genommen. Für diese Erhebung wird einmal im Jahr ein Prozent der Bevölkerung Deutschlands von den Statistischen Landesämtern befragt.

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