15.01.2013 | Realogis

NRW-Logistikflächenumsatz kratzt an 1-Million-Quadratmeter-Marke

DSV-Logistikzentrum in Krefeld: Einer der Megadeals in 2012
Bild: Habacker Holding

Der Flächenumsatz an Logistik- und Industrieimmobilien ist in 2012 in Nordrhein-Westfalen erneut gestiegen: Laut einer Analyse von Realogis wurden 985.000 Quadratmeter vermietet. Das entspricht einem Zuwachs von 18 Prozent.

"Damit erreicht NRW fast die 1-Millionen-Quadratmeter-Marke", so Bülent Alemdag, Geschäftsführer Realogis Immobilien Düsseldorf GmbH. Die meisten Abschlüsse wurden durch Logistikunternehmen getätigt, gefolgt von Handelsunternehmen. Zum guten Ergebnis hat besonders das vierte Quartal 2012 beigetragen, das durch viele Neubauentwicklungen (DSV, Zalando, Schnellecke) geprägt war. Im ganzen Marktgebiet herrscht momentan ein Mangel an hochwertigen Logistikflächen.

Den größten Zuwachs unter allen drei NRW-Teilmärkten erzielte laut des Realogis-Berichts die Region Düsseldorf / Mönchengladbach / Niederrhein: Hier wurden in 2012 mit 360.000 Quadratmetern rund 71 Prozent Lager- und Logistikfläche mehr umgesetzt als im Vorjahr (210.000 m²). Zu Buche schlugen zahlreiche Abschlüsse im Größensegment zwischen 3.000 und 10.000 Quadratmetern sowie die beiden Mega-Deals des Logistikers DSV mit 80.000 Quadratmetern in Krefeld und des Online-Versandhändlers Zalando mit 77.000 Quadratmetern in Mönchengladbach. Heraus stach vor allem das vierte Quartal, welches mit zahlreichen größeren Vermietungen für den hohen Umsatzzuwachs verantwortlich war. Aktuell sind in diesem Teilmarkt keine größeren Logistikhallen mehr verfügbar; ein erster spekulativer Neubau wird derzeit in Krefeld realisiert.

Im Teilmarkt Köln / Bonn / Aachen wurde mit einem Flächenumsatz von 205.000 Quadratmetern ein Plus von acht Prozent gegenüber 2011 (190.000 m²) erzielt. Da in Köln nach wie vor Flächenknappheit an Lager- und Logistikflächen herrscht, müssen Interessenten auf das Umland ausweichen, wo zum Teil noch hochwertige Logistikflächen zur Anmietung zur Verfügung stehen.

Das Ruhrgebiet liegt mit einem Flächenumsatz von 420.000 Quadratmetern knapp unter Vorjahresniveau (435.000 m²). Das ist beachtlich, da hier in 2012 keine Megavermietungen stattfanden, dafür jedoch einige größere Neubauentwicklungen (Lidl mit 45.000 m² sowie Kühne + Nagel mit 21.000 m²). Zudem wurden die zahlreichen Leerstände, die in 2010 noch im östlichen Ruhrgebiet verzeichnet wurden, vollständig abgebaut. Auch in Duisburg, also im westlichen Ruhrgebiet, gibt es nur noch sehr wenige vakante Flächen, wodurch Hersteller, Handelsunternehmen und Logistiker auf die umliegenden Städte ausweichen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Logistikimmobilie

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