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Nebenkosten beim Hauskauf steigen auf bis zu 15 Prozent

Mit Notar- und Maklergebühren summieren sich die Nebenkosten auf bis zu 15 Prozent
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Seit der Erhöhung der Grunderwerbsteuer auf bis zu sechs Prozent in Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, müssen Immobilienkäufer mit bis zu 15 Prozent der Kaufsumme für Nebenkosten rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Baufinanzierers Interhyp. Nur in Bayern und Sachsen liegen die Nebenkosten stabil bei rund neun Prozent.

Das regionale Gefälle ist enorm. "Seit Januar zahlen Berliner bei einer 300.000-Euro-Wohnung bis zu 45.000 Euro für die Kaufnebenkosten, Münchner beim gleichen Kaufpreis 27.200 Euro", so Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Die Reduzierung dieser Kosten ist nur begrenzt möglich.

Die Grunderwerbsteuern wurden zum 1. Januar in vier Bundesländern erhöht. Derzeit beträgt diese Abgabe je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Zusammen mit den Notarkosten und den im aktuellen Marktumfeld häufig nötigen Maklergebühren können sich Kaufnebenkosten in Deutschland auf bis zu 15 Prozent summieren.

Die Berechnung der Notarkosten wurde im August 2013 neu geregelt, sie betragen rund 1,5 bis zwei Prozent des Kaufpreises. Anders als Grunderwerbssteuer und Notarkosten sind die Maklerprovisionen nicht verbindlich festgelegt. Es haben sich aber ortsübliche Entgelte etabliert, die ebenfalls regional stark variieren. Sie liegen bei drei bis sieben Prozent des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Hauskauf, Nebenkosten

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