31.10.2016 | Deutsche Hypo

Studie: Münster gehört für Investoren zu den attraktivsten B-Städten

Gewerbeimmobilieninvestments: Münster schneidet bei den B-Städten besonders gut ab
Bild: SH-Vector/phoelix/shutterstock.com

Die größten Transaktionsvolumina von Gewerbeimmobilien werden in Deutschland in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart erzielt. Vergleicht man aber das Rendite-Risiko-Verhältnis zwischen A- und B-Städten, so spricht aktuell vieles für Investitionen in B-Städte. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Deutschen Hypo. Dabei schneiden Münster, Hannover, Leipzig, Karlsruhe, Wiesbaden und Dortmund am besten ab.

Untersucht wurden für die Studie Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Essen, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, Mannheim, Münster, Nürnberg und Wiesbaden. Unter den Top-Städten schneiden laut European Regional Economic Growth Index (E-REGI) 2016 von LaSalle München und Stuttgart als Investmentstandorte besonders gut ab.

Die Nettoanfangsrenditen in diesen B-Städten liegen der Deutschen Hypo zufolge im Durchschnitt über alle gewerblichen Assetklassen hinweg bei sechs Prozent. In den A-Städten lassen sich demzufolge zumindest bei Büro- und Einzelhandelsimmobilien durchschnittlich kaum mehr als vier Prozent erzielen, während sich Lager- und Logistikimmobilien noch mit rund fünf Prozent behaupten. Außerdem weisen zurzeit viele B-Städte große Potenziale für Immobilienentwicklungen auf.

Einzelhandelsimmobilien: Mannheim besonders attraktiv

Im Jahr 2015 wurden der Studie zufolge rund 18,5 Milliarden Euro in Einzelhandelsinvestments gesteckt. Die aktuellen Rahmenbedingungen lassen demnach auf entsprechend gute Ergebnisse 2016 schließen. Der

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Im Fokus stehen dabei Geschäftshäuser in 1A-Lagen und Shopping-Center. Insgesamt bevorzugen Investoren laut BNP Paribas Real Estate am deutschen Retailmarkt aktuell Fachmarktzentren. Eine optimale Mikrolage hat laut Deutsche Hypo auch an B-Standorten eine wachsende Bedeutung. In sehr guten Lagen sehen die Studienautoren aktuell keine Verdrängung durch den Online-Handel, aber eine Optimierung der Verkaufsflächen unter Kostengesichtspunkten durch die Filialisten. Im Vergleich der 14 untersuchten B-Städte sind Mannheim, Nürnberg und Münster die attraktivsten Einzelhandelsstandorte.

Markt für Büroimmobilien: Niedrige Preise und wenig Leerstand

Büroimmobilien machen der Deutschen Hypo zufolge aktuell den größten Anteil am Umsatzvolumen deutscher Gewerbeimmobilien aus. Über 40 Prozent des gewerblichen Transaktionsvolumens wurde in dieser Assetklasse sowohl im Rekordjahr 2015 (22,6 Milliarden Euro) als auch im ersten Halbjahr 2016 (7,5 Milliarden Euro) erzielt. Mehreren Immobiliendienstleistern zufolge legten die Umsätze an den Top-Standorten im zweistelligen Bereich zu.

Es sei dabei zu beobachten, dass sich die nach wie vor hohen Büroimmobilienumsätze in den sieben Immobilienhochburgen bereits zu Gunsten auch der B-Städte verschieben. A-Städte verbuchen dabei meist ein deutlich höheres Preisniveau als B-Städte. Die durchschnittliche Büromiete lag Ende 2015 in den B-Städten bei rund acht Euro pro Quadratmeter und Monat, während sie in den A-Städten rund 13 Euro betrug, heißt es in der Studie.

Die Leerstandsquoten in den A-Städten sind traditionell höher als in den B-Städten. Die Büromärkte der Big 7 hatten 2010 eine durchschnittliche Leerstandsquote von 9,6 Prozent. Diese fiel bis 2015 auf 7,2 Prozent. In den B-Städten sank die Leerstandsquote im selben Zeitraum von 6,6 Prozent auf 5,9 Prozent. Laut Deutsche Hypo fiel die Leerstandsquote ohne die Ausreißer Dresden und Leipzig aufgrund zahlreicher nicht marktfähiger Büroflächen von 5,2 auf 4,9 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Investition, Studie, Rendite, Risiko, Gewerbeimmobilien, Einzelhandelsimmobilie, Büroimmobilie

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