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Münchner Kaufingerstraße meistbesuchte Einkaufsmeile 2015

München und Berlin haben die höchste Dichte an Hochfrequenzlagen
Bild: COMFORT Management Services GmbH

Die Kaufingerstraße in München ist mit bis zu 15.655 Passanten pro Stunde die meistbesuchte Einkaufsstraße des Jahres 2015. Das ist ein Ergebnis der Passantenfrequenz-Zählung des Immobilienberaters JLL. Die Frankfurter Zeil (13.480) belegt Rang zwei. Die Kölner Schildergasse (13.440) folgt als letztjährige Spitzenreiter auf Rang drei.

Auf den Plätzen vier und fünf folgen die Kirchgasse in Wiesbaden (13.110) und die Spitalerstraße in Hamburg (13.070). Mindestens 13.000 Passanten pro Stunde sind in diesem Jahr die Eintrittskarte für eine Top 5-Platzierung.

Für einen Platz unter den Top 10 sind rund 10.000 Passanten pro Stunde erforderlich. Mit der Neuhauser Straße (12.945) schafft München es neben dem Spitzenreiter auch auf Rang sechs. Die Georgstraße in Hannover (12.525) kommt auf Rang sieben. Auf den Plätzen acht und neun folgen die Hohe Straße in Köln (11.190) und die Düsseldorfer Schadowstraße (10.080). Die Bahnhofstraße in Hannover komplettiert die Top 10 und verschafft der Landeshauptstadt wie München und Köln eine Doppelplatzierung in den Top 10. Der Dortmunder Westenhellweg (9.365) verpasst erstmals seit 2009 knapp den Einzug in die Spitzengruppe und landet auf Rang elf.

Wiesbaden, Trier und Lüneburg führend bei Einwohnerzahlen-Rankings

Die Wiesbadener Kirchgasse (13.110) ist neben ihrem Platz in den Top 10 auch die mit Abstand bestbesuchte Einkaufsmeile in der Kategorie 250.000 bis 500.000 Einwohner. Es folgen die Nürnberger Karolinenstraße (8.760; bundesweit Rang 14) und die Ludgeristraße in Münster (6.600; 23). Die Bielefelder Bahnhofstraße (6.305; 25) und die Augsburger Annastraße (5.960; 31) vervollständigen die fünf Top-Lagen dieser Kategorie.

Bei den mittelgroßen Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern ist die Simeonstraße in Trier (6.555; 24) das Maß der Dinge. Auf den Rängen zwei und drei folgen die Heidelberger Hauptstraße (6.040; 30) und die Ulmer Hirschstraße (5.950; 33). Zu den TOP 5 in dieser Einwohnerkategorie gehören zudem die Schönbornstraße in Würzburg (5.915; 34) und die Bahnhofstraße in Saarbrücken (5.835; 36).

In der Kategorie unter 100.000 Einwohnern verdrängt die Große Bäckerstraße in Lüneburg (4.730; 54) den langjährigen Spitzenreiter Seltersweg in Gießen (4.015; 67) auf Rang zwei. Es folgt der Grüne Markt in Bamberg (3.500; 77). Die Kanzleistraße in Konstanz (3.095;
91) und die Hohe Straße in Wesel (2.845; 103) machen die Top 5 der Kategorie komplett.

Düsseldorfer Kö bestbesuchte Luxusmeile in Deutschland

Die Passantenzahl ist nicht die einzig ausschlaggebende Größe für die Attraktivität der wenigen international renommierten deutschen Luxusmeilen. Dennoch ist es beachtlich, dass die Düsseldorfer Königsallee (4.775; 53) Jahr für Jahr der Spitzenreiter der Gruppe ist. Mit einigem Abstand folgen der Neue Wall in Hamburg (2.925; 97), die Stuttgarter Stiftstraße (2.590; 113), die Münchner Maximilianstraße (1.880; 139) und die Goethestraße in Frankfurt (1.005; 166).

München und Berlin mit den meisten Hochfrequenzlagen

München und Berlin haben die höchste Dichte an Hochfrequenzlagen mit jeweils über 5.000 Passanten pro Stunde. In München sind dies in der Reihenfolge ihrer Frequenzstärke die Lagen Kaufingerstraße, Neuhauser Straße, Weinstraße, Tal sowie Sendlinger Straße. In Berlin erreichen die Lagen Tauentzienstraße, Kurfürstendamm, Alexanderplatz und Friedrichstraße dieses Niveau. Bei den Bundesländern ist Nordrhein-Westfalen das Maß der Dinge. Insgesamt zwölf Städte erzielen dort mit ihrer jeweiligen Spitzenlage Frequenzen oberhalb von 5.000 Passanten pro Stunde.

Fußgängerzonen schneiden besser ab als Fahrstraßen

Rund die Hälfte der insgesamt gezählten Passanten bewegte sich durch die 70 untersuchten Einkaufsstraßen der zehn größten Metropolen. Erstmals hat JLL analysiert, inwieweit sich in dieser Grundgesamtheit die Passantenzahlen in Fußgängerzonen und Fahrstraßen unterscheiden. Wie erwartet weisen Fußgängerzonen deutlich höhere Passantenzahlen auf. Im Durchschnitt liegen diese bei knapp 6.600 Passanten pro Stunde. In den Fahrstraßen ermittelt JLL dagegen nur durchschnittlich 3.600 Passanten pro Stunde. Die berechtigte Forderung nach gut erreichbarem Parkraum wird hierdurch laut JLL zumindest ein wenig relativiert.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Einzelhandelsimmobilie

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