17.10.2016 | LaSalle

Attraktivste Investmentstandorte Europas: München rückt auf Platz 4 vor

München wird noch attraktiver für Investoren – Berlin verbessert sich um 19 Plätze im E-REGI von LaSalle.
Bild: SH-Vector/phoelix/shutterstock.com

München und Stuttgart schneiden im European Regional Economic Growth Index (E-REGI) von LaSalle auch 2016 besonders gut ab. München ist von Platz 7 auf Platz 4 vorgerückt, Stuttgart positioniert sich unverändert auf Platz 9. Darüber hinaus hat sich Berlin um 19 Positionen verbessert und liegt nun auf Platz 16. Der Index identifiziert die Regionen Europas mit den besten konjunkturellen Aussichten.

In diesem Jahr weisen elf deutsche Städte hohe Punktzahlen auf, acht Städte haben ihre Position im Ranking der Top 100 verbessert. Frankfurt am Main, Mannheim-Karlsruhe und Hamburg haben den Einzug in die Top 20 nur knapp verfehlt. Hamburg ist innerhalb Deutschlands aber der zweitstärkste Aufsteiger und hat sich um elf Positionen auf Platz 28 verbessert. Noch im Vorjahr war die Mehrzahl der deutschen Städte im E-REGI zurückgestuft worden.

Die wichtigsten Treiber der starken Performance deutscher Städte sind LaSalle zufolge wesentlich darauf zurückzuführen, dass in Deutschland derzeit mit einem Beschäftigungswachstum zu rechnen ist. Nachdem der deutsche Arbeitsmarkt mehr Potenzial für Beschäftigungswachstum aufweist als anfänglich erwartet, wurden die Beschäftigungsaussichten für deutsche Städte heraufgestuft, was sich im E-REGI positiv niederschlägt.

Die Analysten von LaSalle gehen davon aus, dass politische Maßnahmen zur Verbesserung der Kinderbetreuung, zur Heraufsetzung des Rentenalters und zur Erwerbsbeteiligung von Zuwanderern maßgeblich für den Beschäftigungszuwachs in Deutschland sind.

Neuer Indikator im E-REGI: Humankapital

LaSalle hat einen neuen Indikator zur Erfassung des Produktivitätswachstums in den E-REGI aufgenommen: Humankapital. Die Ergebnisse des E-REGI zeigen, dass das meiste Humankapital in den größten Städten konzentriert ist, was dazu beiträgt, die Punktzahlen von Berlin, München, Hamburg und insbesondere Düsseldorf in die Höhe zu treiben. Berlin zieht mehr Risikokapital zur Investition in seine Technologie-Unternehmen an als alle anderen europäischen Städte und etabliert sich schnell als Internet-basierte Technologie-Hauptstadt Europas.

"Die räumliche Konzentration von Humankapital in Stadtgebieten erleichtert den Wissensaustausch.

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sagt Mahdi Mokrane, European Head of Research & Strategy bei LaSalle.

Dies sollte als Unternehmens-Investition gesehen werden. Ebenso seien Arbeitskräfte bereit, höhere Wohnungsmieten oder Hauspreise zu zahlen, um ihrerseits Zugang zu produktiven Unternehmen zu erhalten, die höhere Löhne zahlen können. Aus diesem Grund sei es für Regionen mit hohem Humankapital wahrscheinlich, dass sie auf dem Immobilienmarkt langfristig eine überdurchschnittliche Performance an den Tag legen. "Die Aufnahme der Humankapital-Komponente ist eine wichtige Ergänzung zum E-REGI", so Mokrane.

Die Top 20 im E-REGI

  1. Paris (plus 1)
  2. London (minus 1)
  3. Stockholm (plus 1)
  4. München (plus 3)
  5. Luxemburg (0)
  6. Istanbul (minus 3)
  7. Dublin (plus 5)
  8. Madrid (plus 3)
  9. Stuttgart (0)
  10. Oslo (minus 4)
  11. Copenhagen-Malmö (minus 3)
  12. Zürich (minus 2)
  13. Lyon (plus 11)
  14. Brüssel (plus 4)
  15. Barcelona (0)
  16. Berlin (plus 19)
  17. Helsinki (plus 4)
  18. Rotterdam-Den Haag (plus 14)
  19. Amsterdam (plus 1)
  20. Warschau (minus 4)

Schlagworte zum Thema:  Investment, Europa

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