12.07.2012 | BNP Paribas Real Estate

München ist Spitzenreiter unter deutschen Bürostandorten

München behauptet Siegerposition unter den Bürostandorten
Bild: Josef Türk Jun. ⁄

Mit einem Umsatz von 328.000 Quadratmetern erreicht der Münchner Büroflächenmarkt ein gutes Resultat, auch wenn das Top-Ergebnis aus dem 1. Halbjahr 2011 um knapp 17 Prozent verfehlt wurde. Damit verteidigt Landeshauptstadt die Spitzenposition unter den deutschen Bürostandorten.

Insgesamt wurden mehr Flächen als im Zehn-Jahresschnitt umgesetzt (plus 5 %), wie die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) ergibt.  Mit weitem Abstand folgen Berlin (250.000 m²) und Frankfurt (242.000 m²).

„Besonders im zweiten Quartal nahm der Markt noch einmal Fahrt auf: Gegenüber den ersten drei Monaten wurden mit etwa 200.000 Quadratmetern noch einmal 54 Prozent mehr Fläche am Markt umgesetzt“, so Stefan Bauer, Geschäftsführer und Münchener Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate.

Verwaltungen von Industrieunternehmen abschlussfreudig

Der Flächenumsatz konzentriert sich mit 79 Prozent relativ stark auf das Stadtgebiet, wo die Büromarktzone City mit 53.000 Quadratmetern die höchste Nachfrage vor dem Cityrand Süd mit 48.000 Quadratmetern verbucht. Die peripheren Lagen setzen 70.000 Quadratmeter um (minus 31 %).

Bei der Branchenverteilung liegen wie zuvor die Verwaltungen von Industrieunternehmen mit 24 Prozent vorne: Sie profitieren von einigen der größten Abschlüsse wie beispielsweise von BMW Peugeot Citroën Electrification (15.500 m² in der Region Nord).

Dahinter folgen Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologien mit 22 Prozent. Die Beratungsgesellschaften schieben sich durch eine Vielzahl von Abschlüssen auf den dritten Platz vor (12 %), die sonstigen Dienstleistungen verlieren eine Position und landen auf Rang vier (fast 12 %). Das Gesundheitswesen (8 %), die öffentliche Verwaltung und Handelsunternehmen (beide jeweils 5 %) größere Umsatzanteile

Erheblicher Leerstandsrückgang

Die hohe Nachfrage der vergangenen Quartale spiegelt sich in der Entwicklung des Leerstands wider, der sich innerhalb des Jahres um knapp 15 Prozent auf 1,4 Millionen Quadratmeter reduziert hat. Außergewöhnlich hohe Rückgänge waren im Arnulfpark (minus 63 %), der Parkstadt Schwabing (minus 59 %) und dem Cityrand Nord (minus 44 %) zu beobachten, aber auch in der City reduzierte sich das kurzfristige Angebot kräftig (minus 21 %).

Deutlich zu spüren ist die Fokussierung der Nutzer auf moderne Flächen: Von diesen sind mit 382.000 Quadratmetern aktuell 43 Prozent weniger verfügbar als noch zum Vorjahreszeitpunkt (Anteil Gesamtvolumen: 26 %). Die Leerstandsrate ist dementsprechend gesunken und liegt bei sechs Prozent im Stadt- und 7,1 Prozent im Marktgebiet

Höchstmiete trotz steigender Durchschnittmieten stabil

Die Höchstmiete im Münchener Marktgebiet hält sich bereits seit mehr als einem Jahr stabil bei 33 Euro pro Quadratmeter und wird in der City erzielt. In vielen anderen Teilmärkten hat sich der Nachfragedruck nach modernen Flächen jedoch schon in gestiegenen Spitzenmieten bemerkbar gemacht. Zu diesen gehören die Parkstadt Schwabing (plus 14 % auf 20 €/m²), der Arnulfpark (plus 10 % auf 22 €/m²), der Cityrand Nord (plus9 % auf 24 €/m²) oder Bogenhausen (plus 8 % auf 20 €/m²).

Schlagworte zum Thema:  Büro, Büroflächen, Marktanalyse

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