01.02.2013 | ECA-Mietpreisstudie

Moskau hat die teuersten Mietwohnungen der Welt

Ein Dreizimmerapartment in guter Lage kostet in Moskau knapp 5.000 Euro monatlich
Bild: Haufe Online Redaktion

Die russische Hauptstadt hat das höchste Mietpreisniveau weltweit. Das geht aus der internationalen Mietpreisstudie "Accommodation Reports" von ECA International hervor. Damit verdrängt Moskau Tokio als Standort mit den höchsten Mieten. In Deutschland liegt München ganz vorne.

Platz zwei weltweit belegt das venezolanische Caracas vor Tokio (Platz 3). Innerhalb Deutschlands sind die Mietpreise in den vergangenen zwölf Monaten in München am meisten gestiegen. Die bayerische Landeshauptstadt liegt als teuerstes Pflaster Deutschlands im innereuropäischen Vergleich auf Platz 20. Im weltweiten Vergleich rangiert München auf Platz 65.

Im innerdeutschen Mietpreisvergleich hat München die Bankenmetropole Frankfurt (Platz 68 im weltweiten Vergleich) im Segment der unmöblierten Dreizimmerwohnungen in begehrten Wohngegenden überholt. Es folgen Hamburg (74.), Düsseldorf (83.) und Berlin (96.). Im Durchschnitt sind die Mieten in Deutschland um knapp sieben Prozent gestiegen.

Moskau auch in Europa an der Spitze

Beim Mietpreisniveau ist Moskau auch in Europa zurück an der Spitze - ein Dreizimmerapartment in guter Lage kostet pro Monat knapp 5.000 Euro. London, die europaweit zweitteuerste Stadt, belegt im weltweiten Vergleich Platz 5. Genf in der Schweiz behält in Europa den dritten Platz (weltweit 9.). Der billigste untersuchte Standort in Europa ist Sarajewo (119. weltweit).

Die größten Mietpreissteigerungen des Kontinents gab es in München, Vilnius und Oslo. Im europäischen Durchschnitt wandern in Europa für eine Dreizimmerwohnung mit 80 Quadratmetern 1.585 Euro pro Monat in die Taschen des Vermieters.

Innerhalb Asiens führt Tokio das Ranking an

Neben Moskau (1.) hat auch Caracas (2.) die japanische Hauptstadt Tokio (jetzt 3.) beim Mietpreisniveau überholt. Eine Dreizimmerwohnung mit 80 Quadratmetern kostet in der venezolanischen Hauptstadt ungefähr 4.750 Euro pro Monat. Platz vier und fünf im weltweiten Vergleich gehen an Hongkong und London. Im weltweiten Durchschnitt kostet eine Dreizimmerwohnung inzwischen 1.740 Euro pro Monat.

Innerhalb Asiens bleibt Tokio an der Spitze des Mietspiegels. Es folgen Hongkong (4.) und Singapur (6.). Die günstigste untersuchte Stadt im Mietpreisranking ist Karachi auf Platz 120. In Peking (23.) sind die Mietpreise noch oben geschossen und jetzt 13 Prozent teurer noch als vor einem Jahr. Ausschlaggebend dafür ist eine unvermindert wachsende Nachfrage nach passendem Wohnraum aufgrund der Ausbreitung und Ansiedlung von Unternehmen in ganz China.

Im Nahen Osten toppt Abu Dhabi die Mietpreise

Caracas ist inzwischen nicht nur der Standort mit den höchsten Mietpreisen des Kontinents, sondern belegt auch Platz 2 im weltweiten Ranking. Dahinter folgen Bogota (7.) und San Francisco (8.) Von starken Mietpreiserhöhungen waren in Südamerika zudem Rio de Janeiro (18.) und Santiago de Chile (62.) betroffen. Die Miete für eine Dreizimmerwohnung in Australien beträgt im Durchschnitt 2.040 Euro pro Monat. Sydney (11. weltweit) ist der Standort mit den höchsten Mietpreisen in Australien. Es folgen Perth (24.), Brisbane (33.) und Canberra (34.).

Im Nahen Osten muss man für eine Wohnung in Abu Dhabi (weltweit 19. Platz) am tiefsten in die Tasche greifen. Allerdings fallen im Emirat die Preise aufgrund des hohen Angebots, das deutlich über der Nachfrage liegt. Doha liegt in der Region auf Platz 2 (Rang 21 im weltweiten Vergleich). Anders als in Abu Dhabi ziehen die Mietpreise in Dubai (28.) erstmals nach drei Jahren wieder an.

In Afrika steigen die Mietpreise besonders in Nairobi (99.), der Hauptstadt Kenias. Das liegt an den sprunghaft gestiegenen Ansiedlungen von ausländischen Unternehmen.

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