15.03.2017 | Cannes

Mipim 2017: Sieben B- und C-Städte unter den Top-10-Büroinvestmentmärkten

Leipzig ist top: Unter den Hidden Champions ist hier das Wachstum am Büroinvestmentmarkt am stärksten.
Bild: LTM GmbH / Michael Bader

Nach den großen deutschen Büroinvestmentmärkten Berlin und München mit Wachstumsraten von mehr als 70 Prozent zwischen 2011 und 2016 schaffen es sieben B- und C-Städte unter die Top 10. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Apleona, die auf der Mipim in Cannes vorgestellt wurde. Unter den Hidden Champions sind Leipzig (46,6 Prozent), Dresden (41,7 Prozent) und Potsdam (40,9 Prozent). Frankfurt schafft es nur auf den 29. Platz (20,2 Prozent).

Auch A-Städte wie Düsseldorf mit 22,2 Prozent (Platz 24) und Stuttgart mit 21,7 Prozent (Platz 27) weisen der Studie "Secondary Markets – Hidden Champions des deutschen Büroinvestmentmarktes" zufolge, die Bulwiengesa im Auftrag von Apleona GVA realisiert hat, nur ein niedrigeres Wachstum auf.

Weitere B- und C-Städte unter den Top-10-Standorten sind Erlangen, Münster, Regensburg und Mannheim. Untersucht wurde die Entwicklung des Marktpreiswachstums an den 30 größten Büromärkten in Deutschland. Doch vor allem Leipzig hat sich in den vergangenen fünf Jahren als Ausweichinvestitionsstandort für Berlin etabliert. Nürnberg und Hannover hingegen stellen laut Apleona gewachsene Büromärkte mit einer breiten wirtschaftlichen Basis dar.

"Wer erfolgreich in deutsche B- und C-Städte investieren will, sollte sich gründlich mit den markt- und objektspezifischen Gegebenheiten beschäftigen", sagt Birgit Lenzen, Head of Capital Markets Germany bei Apleona GVA.

Entscheidend sei bei der Wahl des Standorts die Betrachtung von Mikrolage, Volumen, Qualität und Assetklasse im jeweiligen Marktumfeld bis hin zu dessen ökonomischer und sozioökonomischer Entwicklung. "Wer diese Faktoren beachtet, kann mit Investments an B- und C-Städten eine sehr gute Performance erzielen", ist Lenzen überzeugt.

Doch es gibt auch gegenläufige Entwicklungen: Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft PwC gingen in einigen B-Städten die Preise für Büroimmobilien leicht zurück: etwa in Mainz, Wiesbaden, Bremen, der Region Rhein-Neckar und Magdeburg.

Mietmarkt: Berlin und München vorne

Während der Mietmarkt in Deutschland in einigen Städten stagnierte, konnten laut Apleona andere Städte durch die hohe Flächennachfrage eine deutliche Mietpreissteigerung verzeichnen. Hier sind insbesondere die A-Städte Berlin und München zu nennen, aber auch einige der B- und C-Städte.

In Leipzig beispielsweise erhöhte sich in den Citylagen das durchschnittliche Mietniveau für Büros deutlich stärker als in den A-Städten.

Wie der Büromarktindex von Corpus Sireo und Empirica zeigt, stiegen die Angebotsmieten für Büros in 14 untersuchten B-Städten im Gesamtjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 1,8 Prozent auf 8,42 Euro pro Quadratmeter, während an den Top-7-Standorten der Anstieg der durchschnittlichen Miete im selben Zeitraum nur 0,2 Prozent (13,66 Euro) betrug.

Schlagworte zum Thema:  Büromarkt, Investment, Mipim

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