16.03.2017 | Cannes

Mipim 2017: Europa und USA für Investoren noch attraktiver als Asien

Oslo ist umsatzstarker Markt im JLL-Index.
Bild: Christian v. R. ⁄

Der asiatische Immobilienmarkt ist spannend für Investoren, doch bevorzugen diese noch immer die USA und Europa als Investmentziele. Das ist ein Ergebnis des JLL Investment Intensity Index, der auf der Mipim in Cannes vorgestellt wurde. Top-Performer ist Oslo, das London auf Platz zwei verdrängt hat. München kommt auf den dritten Rang. Unter den Top 30 befinden sich zwölf europäische Märkte, 14 aus der Region Amerika und vier aus Asien-Pazifik.

Unter den Top 30 befinden sich zwölf europäische Märkte, 14 aus der Region Amerika und vier aus Asien-Pazifik. Der JLL Investment Intensity Index vergleicht das Volumen direkter Immobilien-Investments von 150 Städten im Verhältnis zur ökonomischen Größe der jeweiligen Stadt jeweils über einen Zeitraum von drei Jahren. Die geopolitischen Unsicherheiten lassen Investoren verstärkt nach sicheren Anlagemöglichkeiten suchen, wie eine Umfrage von PwC zeigt.

Außer München befinden sich im neuesten JLL-Index mit Frankfurt am Main (Rang sechs) und Berlin (Rang 24) gleich drei deutsche Städte unter den Top 30 weltweit. Spitzenreiter Oslo ist zwar kleiner, aber durch robuste Aktivitäten inländischer Investoren auch umsatzstarker Markt im JLL-Index. Auch im European Regional Economic Growth Index von LaSalle für 2016 schneidet München als Investmentstandort im europäischen Vergleich besonders gut ab.

Edinburgh und Silicon Valley sind im neuesten JLL-Index auf dem vierten und fünften Platz vertreten, während Sydney, New York und Paris den achten, neunten und elften Platz unter sich ausmachen.

In Asien fehlt es noch an Transparenz

Die asiatischen Märkte sind JLL zufolge noch nicht so reif, wenn es um direkte Immobilieninvestitionen in den gewerblichen Sektor im Verhältnis zu ihren Volkswirtschaften geht. Auch fehle es an Transparenz. Die einzigen beiden asiatischen Städte in der Top-30-Liste sind Hongkong (28. Platz) und Tokio (30. Platz).

In Bezug auf absolute Mengen der direkten kommerziellen Immobilien-Investitionen führt New York die Liste an, vor London, Paris, Tokio und Los Angeles. Die interessantesten chinesischen Städte Shanghai und Peking kamen auf den achten und den 20. Platz.

Grenzüberschreitende Intensität besonders groß in Frankfurt

Die Attraktivität des deutschen Investmentmarktes für Gewerbeimmobilien wird laut JLL auch deutlich durch die Platzierung von drei deutschen Märkten bei grenzüberschreitender Investmentintensität: Hier kommt Frankfurt auf Platz zwei, München auf Rang vier und Berlin ist an zwölfter Stelle.
Diese Märkte haben sich auch bei der JLL-Analyse der Assetklassen Büro, Hotel und Logistik als global anerkannte Business-Standorte und beliebte Reiseziele erwiesen.

Unsicherheiten bestimmen die Immobilienmärkte 2017. Die Anlageklasse Immobilie überholt Anleihe und Aktie in den Erwartungen. Fehlende Renditealternativen führen zu einer leichten Erhöhung der Risikobereitschaft.

Schlagworte zum Thema:  Asien, Europa, Investition

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