13.06.2014 | GdW

Mietschulden sinken um 7,6 Prozent

Im Zehn-Jahres-Vergleich sind die Mietschulden um 45 Prozent gesunken
Bild: GdW

Die rund 3.000 im Bundesverband GdW organisierten Wohnungsunternehmen verzeichneten im Jahr 2013 einen Rückgang bei den Mietschulden um 7,6 Prozent auf 411 Millionen Euro. Damit ist es den Wohnungsunternehmen gelungen, die Mietschulden seit dem Jahr 2003 (757 Millionen Euro) um 346 Millionen Euro zu senken.

GdW-Präsident Axel Gedaschko sieht einen Grund für die positive Entwicklung in der Zusammenarbeit mit öffentlichen Schuldnerberatungs- und sozialen Einrichtungen. Bereits im Jahr 2012 waren die Mietschulden um 3,1 Prozent zurückgegangen. Der GdW plädiert außerdem dafür, dass Vermieter weiterhin Bonitätsauskünfte über Mietbewerber einholen dürfen.

Bezogen auf die Gesamtmieteinnahmen machen die Mietschulden bei den GdW-Unternehmen im Bundesdurchschnitt einen Anteil von 2,3 Prozent der bundesweiten Jahressollmiete aus. In den alten Ländern entsprechen die Mietschulden 1,7 Prozent der gesamten Nettokaltmieteinnahmen der Wohnungsunternehmen, in den neuen Ländern liegt die Quote mit 3,0 Prozent etwas höher. Die westdeutschen GdW-Unternehmen führten demnach zum Jahresende 2013 rund 188 Millionen Euro Mietschulden in ihren Büchern, die ostdeutschen 223 Millionen Euro.

Auch die Mietausfälle der GdW-Unternehmen sind deutlich gesunken und lagen Ende 2013 bei rund 884,5 Millionen Euro. Neben fehlenden Einnahmen durch den Leerstand von Wohnungen zählen zu den Mietausfällen auch Ausfälle durch Mietminderungen sowie Kosten für Miet- und Räumungsklagen und Abschreibungen auf Mietschulden.

In den neuen Bundesländern war ein Rückgang der Mietausfälle um 13,9 Millionen Euro auf 555,7 Millionen Euro zu verzeichnen. Damit gehen die Mietausfälle deutlich langsamer zurück als in den Vorjahren. Dies liegt am deutlich abgebremsten Leerstandsabbau in den neuen Ländern. Wobei Sachsen-Anhalt eine Ausnahme machte.

Insgesamt machen die Mietausfälle dort immer noch einen Anteil von knapp acht Prozent der Jahressollmiete (nettokalt) aus. In den alten Bundesländern sanken die Mietausfälle um 8,5 Prozent auf 328,8 Millionen Euro. Das entspricht 3,2 Prozent der Jahressollmiete.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Abschreibung

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