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Mietpreise in den deutschen Metropolen: Trendwende in Sicht?

In Köln sind die Preise erstmals seit fünf Jahren gesunken.
Bild: Dieter Schütz ⁄

In deutschen Großstädten scheint sich auf den Mietmärkten eine Trendwende abzuzeichnen. Laut Auswertung des Immobilienportals Immonet sind die Mieten im ersten Halbjahr 2014 in vielen Metropolen deutlich schwächer als in den Vorjahren gestiegen, in Köln sind sie Preise sogar erstmals seit fünf Jahren gesunken.

Immonet hat jeweils die Mietpreise im ersten Halbjahr zwischen 2009 und 2014 in Deutschlands größten Städten unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Insbesondere seit dem letzten Jahreswechsel wuchsen die Mieten in fast allen Metropolen nur noch geringfügig. Im Mittel fiel der Preisanstieg im ersten Halbjahr 2014 (2,85 Prozent) nur noch halb so stark aus wie im Vorjahr (6,56 Prozent). Zwischen 2009 und 2013 stiegen die Mieten jährlich im Schnitt um rund fünf Prozent. In Köln sind die Mieten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 sogar gesunken - und zwar um satte 4,4 Prozentpunkte. Kostete eine Durchschnittswohnung hier letztes Jahr noch etwa zehn Euro, sind es aktuell bereits knapp 50 Cent weniger (9,21 Euro). In Frankfurt am Main und Hamburg liegen die Preise aktuell noch auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Eine andere Entwicklung zeichnete sich in München ab. Hier sind die Preise im Vergleich zu 2013 rund vier Prozentpunkte stärker gestiegen. Damit ist die bayerische Landeshauptstadt bereits jetzt Deutschlands Spitzenreiter in puncto Mietpreise: Rund 15 Euro müssen die Münchener pro Quadratmeter Wohnfläche bezahlen. Im ersten Halbjahr 2009 waren dies noch knapp drei Euro weniger (11,72 Euro).

Gleicher Trend auf Bundesebene
Auch auf Bundesebene zeigt sich laut Immonet ein ähnlicher Trend wie in den Metropolen. So stiegen die Mietpreise deutschlandweit in den letzten drei Jahren im Mittel deutlich schwächer an. Aktuell beträgt die Steigerungsrate etwa 2,6 Prozent (2011: 7 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  Miete, Studie

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